Christian Ragger fordert Initiativen für den Bezirk Völkermarkt

Dramatische medizinische Unterversorgung - "Jauntalfonds" für infrastrukturelle Maßnahmen - Schigebiet Petzen retten

Klagenfurt (OTS) - Der Bezirk Völkermarkt ist besonders von Abwanderung und Arbeitslosigkeit betroffen. Aber auch dramatische medizinische Unterversorgung und infrastrukturelle Schwäche sind Probleme denen die rot-grün-schwarzen Koalition ohnmächtig gegenübersteht. In einer Pressekonferenz macht der Kärntner FPÖ-Chef LR Mag. Christian Ragger gemeinsam mit dem Dritten Präsidenten des Kärntner Landtages, Josef Lobnig, und Vzbgm. Gerald Grebenjak auf die prekäre Situation aufmerksam. Sie fordern Initiativen seitens der Regierungskoalition.

Der österreichweite Schnitt Einwohner pro Kassenarzt beträgt laut Ärztekammer seit 2010 1.098 Einwohner je Kassenarzt. "Der Bezirk Völkermarkt hat nur 34 Fachärzte mit Kassenvertrag, der Schlüssel beträgt daher 1:1.237. Völkermarkt liegt somit um 15 Prozent unter dem bundesweiten Schnitt", rechnet Ragger vor. Noch schlimmer sei die Situation bei den Hausärzten. "Jetzt gibt es im Bezirk Völkermarkt noch 21 Allgemeinmediziner mit Kassenvertrag, ein Arzt muss 2.003 Bewohner versorgen. Doch sechs Allgemeinmediziner im Bezirk werden demnächst in Pension gehen. Niemand weiß angesichts des Ärztemangels in den Spitälern, wie man Nachfolger für sie finden wird", gibt Ragger zu bedenken. Er fordert Gesundheitsreferentin LHStv. Dr. Beate Prettner auf, endlich eine vernünftige Gesundheitsversorgung sicherzustellen und für eine ausreichende Besetzung von Kassenstellen einzutreten.

Im Hinblick auf fehlende wirtschaftspolitische Initiativen und den Stillstand im Land regt Ragger an, einen sogenannten "Jauntalfonds" ins Leben zu rufen, in dem Verbund und Kelag einen Beitrag für die Nutzung des Wassers leisten. "Dieser Fonds soll mit rund 35 Millionen Euro gespeist und für infrastrukturelle Maßnahmen im Tal eingesetzt werden. LH Dr. Peter Kaiser ist aufgefordert entsprechende Verhandlungen mit dem Verbund bzw. der Kelag aufzunehmen", betont Ragger.

Zum Schigebiet Petzen merkt Lobnig an, dass es kärntenweit kein anderes Schigebiet gibt, das am 1. März trotz bester Pistenverhältnisse zusperrt. "Das beweist, dass die angebliche Rettung des Schigebietes Petzen offenbar nur im Hinblick auf die Gemeinderatswahl stattfand, damit die SPÖ in den Anrainergemeinden Hoffnung verbreiten kann", so Lobnig. Dieser Umstand würde wohl den endgültigen Todesstoß für das Schigebiet bedeuten. Rund 2.000 Saisonkartenbesitzer werden vor den Kopf gestoßen. "Wenn die Petzen noch eine Chance haben soll, müsste die laufende Saison um mindestens zwei Wochen bzw. so lange ausgedehnt werden, solange die Verhältnisse passen", sagt Lobnig weiter.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Die Freiheitlichen in Kärnten - FPÖ
9020 Klagenfurt
Tel.: 0463/56 404

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FLK0004