Energieunion: "Jetzt müssen den Visionen Taten folgen"

EU-Kommission stellt umfangreiches Paket zur lange angekündigten Energieunion vor - WKÖ-Schwarzer: Wirtschaft fordert ambitionierte Umsetzung

Wien (OTS/PWK136) - Heute, Mittwoch, Mittag hat die Europäische Kommission ein umfangreiches Paket zur Energieunion präsentiert. "Das Ziel einer sicheren, nachhaltigen, wettbewerbsfähigen und leistbaren Energiepolitik für Unternehmen und Haushalte soll durch eine fun-damentale Veränderung des bestehenden Energiesystems erreicht werden. Das Konzept der Energieunion ist ein Schritt in die richtige Richtung", so Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), "dieses Konzept muss nun mit konkreteren Maßnahmen untermauert werden."

Die Energieunion, die sich auf einen 15-Punkte-Plan stützt, soll eine strukturelle Antwort auf aktuelle energie- und klimapolitische Herausforderungen darstellen. Die Maßnahmen umfassen die fünf angekündigten Dimensionen: Vollendung eines wettbewerbsfähigen Energiebinnenmarktes, Steigerung der EU-Energieversorgungssicherheit, Senkung des Energieverbrauchs bzw. Erhöhung der Energieeffizienz, Dekarbonisierung des Wirtschaftssystems sowie Forschung und Innovationen. "Die Erwartungen an die Europäische Kommission wurden in den letzten Monaten sehr hoch geschraubt. Mit den nun vorgestellten Maßnahmen werden diese Erwartungen allerdings nur bedingt erfüllt", hält der Experte fest. Die Kommission hat die Herausforderungen der europäischen Energiepolitik erkannt und einen vorläufigen Fahrplan skizziert. "Die fünf Dimensionen der Energieunion stellen ein gutes Grundgerüst dar, um die zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen. Nun geht es um die abgestimmte Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen", fordert Schwarzer.

Wirtschaft fordert koordiniertes Vorgehen und Stützung des Infrastruktur-Ausbaus

Die WKÖ verlangt ein verbessertes - und vor allem koordiniertes -Konzept des Energie-marktes, eine flächendeckende Schaffung intelligenter Netzstrukturen und eine Stärkung vorhandener marktwirtschaftlicher Instrumente. Um nachhaltig Versorgungssicherheit zu gewährleisten, müssen die Modernisierung und der Ausbau der Energieinfrastruktur in den nächsten Jahren im Vordergrund stehen.

Positiv zu bewerten ist der Ansatz, dass bestehende Gesetze -insbesondere bei der Vollendung des internen Energiebinnenmarkts -vorrangig umgesetzt werden sollen. "Die EU-weite Implementierung des 3. Binnenmarkt-Pakets muss in den nächsten Monaten ambitioniert vorangetrieben werden. Dadurch können Versorgungssicherheit gewährleistet und wettbewerbsfähigere Preise erzielt werden. Damit ist auch dem Wirtschaftsstandort Europa am besten gedient", so Schwarzer. (PM)

Rückfragen & Kontakt:

Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik
Univ.Doz.Dr.Mag. Stephan Schwarzer
Telefon: +43 5 90 900 4195
stephan.schwarzer@wko.at
Internet: http://wko.at/up/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0009