Rübig: Energieunion soll Energiepreise senken

ÖVP-Europaparlamentarier: "Atomkraft nicht schönrechnen"

Brüssel, 25. Februar 2015 (ÖVP-PD) Der Energiesprecher der ÖVP im Europäischen Parlament, Paul Rübig, begrüßt die heute von der EU-Kommission vorgestellten Pläne zur Schaffung einer Energieunion in der EU. "Wir wollen niedrigere Energiepreise für Verbraucher und Firmen. Das ist das Ziel, wenn wir in Energiefragen mehr gemeinsam vorgehen", so Rübig heute in Brüssel. ****

Rübig fordert, dass in den Plänen der EU-Kommission klargestellt wird, dass die Mitgliedstaaten der EU, die Atomenergie nutzen, in ihren Berechnungsmodellen immer die Kosten des gesamten Lebenszyklus von nuklearer Energieerzeugung berücksichtigen müssen. "Wenn die Kosten der Genehmigungen, Sicherheitsmaßnahmen, Versicherung, Stilllegung und Endlagerung verpflichtend
einberechnet werden müssen, dann können andere Staaten die Atomkraft nicht mehr schönrechnen. Atomkraft ist die teuerste und gefährlichste Energieerzeugung", betont der ÖVP-Europaabgeordnete.

Rübig begrüßt, dass beim Einkauf von Energie außerhalb Europas die EU-Mitgliedstaaten mehr gemeinsam auftreten sollen. "Einkaufsgemeinschaften und Transparenz sind zu fördern, aber sie müssen freiwillig bleiben", so EU-Parlamentarier.

Gleichzeitig drängt Rübig auf eine grundsätzliche Überarbeitung der Tarifmodelle und auf eine Vereinheitlichung der Förderkriterien für Energie. "Die Haupthürde für den Ausbau von erneuerbaren Energien sind die Anfangsinvestitionen. Deshalb müssen wir weg von einer Förderung der variablen Kosten hin zu einer kurzfristigen Förderung vor allem der Investitionen. Andere Fördermodelle bevorteilen die fossilen Energien", so Rübig.

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