PK Mafiöse NÖ Landwirtschaftskammer zahlt 20.000 Euro Schweigegeld an wehrhaften Bauern

mit FPÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusl und Johann Spiegel (Landwirt, Böheimkirchen)

St. Pölten (OTS) - David gegen Goliath in St. Pölten:

Seit sage und schreibe 18 (!) Jahren führt der Landwirt Johann Spiegel aus Böheimkirchen einen ungleichen Kampf gegen die NÖ Landwirtschaftskammer. 18 Jahre, die dem Niederösterreicher nicht nur viel Zeit und Nerven gekostet haben, es entstand ihm auch ein Schaden von mehreren 100.000 Euro.

Chronologie:
Johann Spiegel hat jahrelang den Hof und die Äcker eines Pensionisten in Böheimkirchen gepachtet und ordnungsgemäß bewirtschaftet. Von einem Tag auf den anderen setzte ihn dieser jedoch an die Luft, völlig ohne Grund! Das ließ sich Spiegel nicht gefallen und strengte einen Prozess um die Einhaltung des nach wie vor bestehenden Pachtvertrages an. Der sich zur unendlichen - und bis heute andauernden - Geschichte entwickeln sollte.
Es sollte nicht lange dauern, bis Spiegel den "Finanzier" des Prozessgegners eruierte: Es handelte sich um die NÖ Landwirtschaftskammer, die laut offiziellen Gerichtsakten
die Prozesskosten des Verpächters immer wieder übernahm. Mit anderen Worten: Die Gerichtskosten eines Niederösterreichers (KEIN Kammermitglied), wurden von den Zwangsgebühren der niederösterreichischen Bauern bezahlt, die diese regelmäßig an die Landwirtschaftskammer abführen. Ein Skandal sondergleichen!

Vom Zivilstreit zur Strafsache

Der ungustiöse Zivilstreit wurde 2008 schließlich zum Fall für s Strafgericht. Während der Staatsanwalt ermittelte, gestattete sich Landwirt Spiegel eine Auszeit und fuhr in den Urlaub. Prompt wurde in seinem Haus eingebrochen! Verschwunden sind bezeichnenderweise
keine Wertgegenstände, sondern just eine Vielzahl an Prozess-Unterlagen und auch Erlagscheine, die die umstrittenen Zahlungen der Bauernkammer belegen. Zeitgleich verschwanden diese Unterlagen auch beim zuständigen Bezirksgericht. Doch die Einbrecher hatten Pech: Herr Spiegel hatte vorsorglich einige Kopien an einem sicheren
Ort untergebracht. Der wehrhafte Bauer gab nicht auf - zum Leidwesen seiner mächtigen Kontrahenten in der NÖ Landwirtschaftskammer. Die Gerichtsverhandlungen verschliessen einen Richter nach dem anderen, ein Ende war noch lange nicht in Sicht.

Mafiamethoden bei der NÖ Landwirtschaftskammer

Bis die Kämmerer im Vorjahr offenbar die Nerven wegwarfen - und prompt zu Mafiamethoden griffen. In einem Schreiben á la Al Capone boten sie Johann Spiegel 20.000 Euro an, wenn der sich in dieser Causa künftig bedeckt hält. "Mafiaboos" Hermann Schultes lässt grüßen! Die zu vorgefertigte und von Spiegel zu unterzeichnende "Gegenleistung" liest sich so: "... Seit einiger Zeit habe ich Kritik am Vorgehen der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer bzw. der Bezirksbauernkammer St. Pölten bzw. der Land- und forstwirtschaftlichen Boden- und Grunderwerbsgenossenschaft für NÖ., reg.Gen.m.b.H. geäußert. Ich, Johann, Spiegel, geb. am ....., erkläre hiermit, dass sie unberechtigt war und betone ausdrücklich, sie nicht mehr zu wiederholen und halte fest, dass ich keinerlei Forderungen -aus welchen Gründen auch immer
- gegen die oben genannten Institutionen habe..." Johann Spiegel hingegen dachte nicht daran, Schweigegeld anzunehmen: Denn Recht muss Recht bleiben! Pro forma ließ er die angebotenen 20.000 Euro an einen Treuhänder überweisen, freilich ohne Absicht, das Geld jemals abzuholen. Von ihm hat er mittlerweile die Rückmeldung, dass das Geld von der NÖ Landwirtschaftskammer eingetroffen ist.

Resümee:

Die Freiheitlichen NÖ verwehren sich massiv gegen derartige Mafiamethoden bei der NÖ
Landwirtschaftskammer und werden entsprechende Schritte einleiten:
1) Sachverhaltsdarstellung an den Staatsanwalt
2) Forderung nach Einsetzung des Rechnungshofes
3) Anfragen an LH Pröll und den zuständigen Landesrat Pernkopf im NÖ Landtag

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