"matinee" am 1. März: Von Samurai-Kämpfern und Shogunen bis Richard Strauss und Kurt Weill

Außerdem: "Die Kulturwoche"

Wien (OTS) - Die "matinee" am Sonntag, dem 1. März 2015, begibt sich um 9.05 Uhr in ORF 2 nach Japan. Die Dokumentation "Imperium - Das Schwert der Shogune" von Matthias Unterburg führt in die geheimnisvolle japanische Vergangenheit mit ihren Samurai-Kämpfern und absolutistisch regierenden Herrschern, den Shogunen. Anschließend steht ein Film von Michael Pfeifenberger auf dem Programm, der anhand zweier bedeutender deutscher Komponisten die politische Verantwortung von Kunst und Künstlern hinterfragt: "Geister, die sich scheiden -Richard Strauss und Kurt Weill" (9.50 Uhr). Den von Clarissa Stadler präsentierten Kulturvormittag beschließt "Die Kulturwoche" (10.45 Uhr).

"Imperium - Das Schwert der Shogune" (9.05 Uhr)

Man kann das rätselhafte Inselreich Japans nur aus seiner traditionsreichen Geschichte verstehen. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb es fast 250 Jahre lang nahezu gänzlich abgeschnitten von der Außenwelt. Als absoluter Machthaber herrschte damals der Shogun und zweieinhalb Millionen Samurai wachten über seine Gesetze. Für sie wurde der Kampf mit dem Schwert zu einem geistigen Weg, der das Land prägte. Japan war ein Land der Krieger -weil es in seiner Geschichte über lange Perioden hinweg von Kriegen zerrissen wurde. Die Dokumentation führt mit ungewöhnlichen Bildern, Inszenierungen und Animationen in diese verschlossene Welt. Als Moderator verfolgt Maximilian Schell das Leben des größten Schwertkämpfers der japanischen Geschichte und erläutert die unbekannte Geschichte einer bis heute rätselhaften Großmacht.

"Geister, die sich scheiden - Richard Strauss und Kurt Weill" (9.50 Uhr)

Im Mai 1938 wurde im Rahmen der Reichsmusiktage in Düsseldorf die Ausstellung "Entartete Musik" eröffnet. Während Richard Strauss beim Eröffnungskonzert sein "Festliches Präludium" dirigierte, wurde der Komponist Kurt Weill als verfemt angeprangert. Die beiden Zeitgenossen waren deutsche Tonkünstler und schufen unvergessliche Werke. Und beide hatten großen Einfluss auf Kultur und Gesellschaft. Der politisch passive Richard Strauss komponierte den "Rosenkavalier", Kurt Weill schrieb - als politisch aktiver Künstler - das Gegenstück "Die Dreigroschenoper". Der Film "Geister, die sich scheiden - Richard Strauss und Kurt Weill" stellt in diesem Zusammenhang die Fragen: Kann man das Werk eines Künstlers von seiner Kunst trennen? Welche Verantwortung hat der Komponist, die Musik, die Kunst - damals wie heute? Zu Wort kommen u. a. die Opernsängerinnen Angela Denoke und Anna Prohaska, der Dirigent Adam Fischer und auch der ehemalige Konzertmeister der Wiener Philharmoniker Walter Barylli, der Musikwissenschafter Christian Heindl, Weill-Interpretin Carmen Maja-Antoni sowie Richard Strauss' Enkel Christian Strauss und Weill-Experte Giselher Schubert.

Die "matinee" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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