GPA-djp Brantner zu Ruck: Touristen werden nicht über Arbeitsbedingungen von Handelsangestellten entscheiden

Sonntagsöffnung ohne Zustimmung der Angestellten nicht denkbar

Wien (OTS) - "Offenbar hält sich der Jubel im Wiener Handel zu einer Sonntagsöffnung in Grenzen. Nur so ist es zu erklären, dass die Wiener Wirtschaftskammer nun auf Befragungen unter TouristInnen zurückgreift, deren Ergebnisse weder neu noch überraschend sind. Eine Sonntagsöffnung ohne genereller Zustimmung jener, die es unmittelbar betrifft, nämlich die Angestellten im Handel, ist für uns nicht denkbar", reagiert der Vorsitzende des Wirtschaftsbereiches Handel in der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Wien Franz Georg Brantner auf die heutigen Aussagen des Präsidenten der Wirtschaftskammer Wien Walter Ruck. ++++

Bei der Befragung der Wiener Wirtschaftskammer im vergangenen Herbst mit einer niedrigen Rücklaufquote von 16 % wurden alle Wiener Unternehmer befragt. "Wir hören immer öfter von Handelsunternehmen, dass sie von der Linie des Präsidenten der Wiener Wirtschaftskammer alles andere als begeistert sind. Einer weltoffenen und modernen Großstadt steht es gut, an unter dem Motto direkte, gelebte Demokratie bei wichtigen Entscheidungen jene zu befragen, die unmittelbar von einer Maßnahme betroffen sind. Der Wientourismus boomt ungebrochen und man muss sich fragen, ob nicht gerade der freie Sonntag, mit weniger Hektik, eine der besonderen Qualitäten Wiens ausmacht", so Brantner.

"Es ist auch die Frage zu stellen, warum die Wiener Wirtschaftskammer gerade den Angestellten im Handel eine Verschlechterungen der Arbeitszeitqualität zumuten will, die in anderen Bereichen zu Recht überhaupt kein Thema ist, etwa auch in der Branche aus der Herr Ruck kommt. Handelsangestellte stellen weder von der Bezahlung noch von der Arbeitszeitqualität zu den privilegierten ArbeitnehmerInnen. Als deren Interessenvertretung werden wir der Verschlechterung der Arbeitszeitqualität keinesfalls zustimmen", so Brantner.

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