Wöginger: Österreich ist Umverteilungseuropameister

ÖVP-Sozialsprecher zum Sozialbericht im Plenum des Nationalrats

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Der Sozialbericht ist umfassend und schafft Klarheit. So ist daraus deutlich zu ersehen, dass die Armutsgefährdung in Österreich rückläufig ist: für das Jahr 2013 wurden 127.000 weniger armutsgefährdete Menschen ausgewiesen als 2008, die Quote ist damit auf 18,8 Prozent gesunken. Auch die Anzahl der sogenannten "working poor" (armutsgefährdete Menschen nach Berücksichtigung des gesamten Haushaltseinkommens) ist in diesem Zeitraum leicht zurückgegangen und betrifft einen Anteil von acht Prozent. Darüber hinaus ist auch die Anzahl der Menschen mit sehr niedrigem Lebensstandard von 485.000 auf 355.000 zurückgegangen, erläuterte ÖVP-Sozialsprecher Abg. August Wöginger heute, Mittwoch, im Plenum des Nationalrates wichtige Schlussfolgerungen aus dem zur Debatte stehenden Sozialbericht.

"Die Einkommen sind im Berichtszeitraum um drei Prozent mehr gestiegen als die Inflationen. Diese Zahlen zeigen uns, dass der Wohlstand in Österreich besser verteilt werden kann. Die Umverteilung von den besseren zu den schwächeren Einkommen funktioniert -Österreich ist damit 'Umverteilungseuropameister'", so Wöginger weiter.

Daran knüpfte Wöginger auch einige Wünsche an den Sozialminister, so etwa eine Umverteilung der Lebensverdienstkurve in den Gehaltstabellen: "Wir brauchen höhere Einstiegsgehälter zu Beginn, wenn die jungen Menschen Familien gründen und Eigentum schaffen wollen."

Ebenso sei eine bessere Anrechnung der Kinderbetreuungszeiten in die Pension ein großes Anliegen, so der Sozialsprecher der ÖVP. "Kinderbetreuungszeiten sollen auch dann in die Pension angerechnet werden können, wenn die Kinder in engeren Abständen als vier Jahren geboren werden." Darüber hinaus seien auch jene Frauen zu unterstützen, die sich aufgrund ihres Geburtsjahrganges im alten System befinden und die 15 Jahre zur Anrechnung im Pensionssystem nicht zusammenbringen, aber Kinderbetreuungszeiten nachweisen können. "Diese Frauen haben für unser Land und unsere Gesellschaft wesentliches geleistet. Sie brauchen unsere Aufmerksamkeit und unsere Unterstützung."

Abschließend forderte Wöginger noch, die Mindestsicherung neu aufzustellen. "Die Mindestsicherung ist für jene gedacht, die diese Hilfe für eine gewisse Zeit auch benötigen. Und nicht für jene, die versuchen, das System auszunutzen, wie es in der Bundeshauptstadt leider besonders oft der Fall ist. Hier besteht Handlungsbedarf -denn Leistung muss sich lohnen."
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