„Am Schauplatz Gericht“ dokumentiert den Alltag von Gerichtsmedizinern

Am 26. Februar um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - "Anwälte der Toten" werden sie auch genannt, denn mit kriminalistischem Spürsinn versuchen Forensiker den Tathergang aufgrund von Spuren und Verletzungen am Leichnam zu rekonstruieren. Gudrun Kampelmüller hat für die aktuelle, in HD produzierte Ausgabe von "Am Schauplatz Gericht" - zu sehen am Donnerstag, dem 26. Februar 2015, um 21.05 Uhr in ORF 2 - Angehörige von Gewaltopfern besucht, in deren Fällen Obduktionsgutachten neue Wendungen und Wahrheiten gebracht haben:

So zum Beispiel spricht Frau R. über den Mord an ihrer Tochter Sandra. Es sei ein verzweifelter Kampf gewesen, den örtlichen Polizisten klarzumachen, dass es kein Suizid, sondern Mord gewesen ist. Die Gerichtsmedizin fand die entscheidenden Beweise.

Zu Wort kommen auch die Eltern von Julian A. Sie haben jahrelang versucht, die Schuldlosigkeit ihres Sohnes bei einem Verkehrsunfall mit einem Alkolenker zu beweisen. Erst eine Exhumierung und eine Obduktion des Leichnams hat Klarheit gebracht.

Klären konnten Gerichtsmediziner durch eine Privatobduktion auch die quälenden Fragen von Angehörigen bei einem mysteriösen Motorradunfall. Hätte es Rettung gegeben, wenn man den dreifachen Familienvater früher gefunden hätte?

Aufsehen erregen Gerichtsmediziner immer dann, wenn sie mit neuen Methoden alte Kriminalfälle lösen. "Am Schauplatz Gericht" rekonstruiert den Fall von Monika S. Die 19-jährige Kellnerin wurde 1992 in einem Spiellokal in Linz brutal ermordet. Die Ermittler tappten jahrelang im Dunkeln. Erst 2013 konnte ein 45-jähriger Mann mit Hilfe von DNA-Spuren auf der Strumpfhose der Toten als Täter ausgeforscht und zu 19 Jahren Haft verurteilt werden. Der Vater der Toten kann nun endlich "abschließen", wie er sagt, und all die Zeitungsartikel, die er mehr als 22 Jahre gesammelt hat, weglegen. Aber die Rahmenbedingungen für die Gerichtsmedizin sind hierzulande schwierig. "Österreich steht schon fast an der Bahre seiner Gerichtsmedizin", prangert der Österreichische Wissenschaftsrat in einem aktuellen Gutachten an. Besonders in Wien sei die Lage fatal. In einem Einzugsbereich von rund 3,5 Millionen Menschen ist die Zahl der Obduktionen von ehemals 3.000 auf 400 gesunken. Experten sprechen davon, dass dadurch die Täter ein leichtes Spiel hätten und Tötungsdelikte unerkannt blieben.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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