Haubner: Wir brauchen Anreize statt Strafen, um Beschäftigung zu stärken

Problem ist nicht Beschäftigung älterer Arbeitnehmer, sondern Arbeitsmarktsituation und Pensionssystem - Strafen schaffen keinen Arbeitsplatz - Unternehmer stärken statt belasten

Wien (OTS) - Im Rahmen der Aktuellen Stunde zum Thema "Beschäftigung 50+" hält Wirtschaftsbund-Generalsekretär, ÖVP-Wirtschaftssprecher Peter Haubner fest: "Wir brauchen Anreize statt Strafen, um die Beschäftigung zu stärken! Das Problem ist nicht die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer, sondern die generelle Arbeitsmarktsituation und das Pensionssystem." Fakt sei, dass die Arbeitslosenzahlen monatlich höher werden, der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei älteren Arbeitnehmern allerdings geringer sei. Gleichzeitig verzeichne Österreich eine hohe Beschäftigung. "Das haben wir unseren Unternehmern zu verdanken, die mit über zwei Millionen Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in Österreich sind. Sie sind es, die Arbeitsplätze sichern und schaffen. Die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungssituation wird sich aber nicht bessern, wenn die Unternehmer andauernd als Prügelknabe herhalten müssen und neue Strafen und Belastungen gefordert werden", so Haubner, der in Richtung Bonus-Malus-Debatte mit aller Deutlichkeit betont: "Eine Strafe hat noch keinen einzigen Arbeitsplatz geschaffen!" ****

Neben der schwierigen Arbeitsmarkt-Situation sei das Pensionssystem ein ungelöstes Problem. "Tatsache ist, dass eine Minderheit zum Regelpensionsalter in Pension geht. Es gibt nach wie vor zu viele Möglichkeiten für den vorzeitigen Pensionsantritt", so Haubner, der auf den Rechnungshof-Bericht verweist, wonach die Frühpensionierungen im Öffentlichen Dienst am höchsten seien. "Laut Allianz-Studie ist Österreich Frühpensions-Europameister - ein zweifelhafter Titel. Solange wir das Pensionssystem nicht reformieren, wird auch die Beschäftigungs-Situation schwierig bleiben", hält Haubner fest, der abschließend Johannes Kopf zitiert. Der AMS-Chef hielt in einem Kurier-Artikel fest, wie wichtig die Senkung der Lohnnebenkosten für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit wäre: Die Steuerreform mit einer Entlastung kleiner Einkommen werde dazu beitragen, dass die Inlandsnachfrage steigt. "Allerdings geht es hier um Güter des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel). Und die Wertschöpfung bei diesen Produkten passiert vielfach im Ausland", so Kopf. Aus rein arbeitsmarktpolitischer Perspektive wäre eine Senkung der Lohnnebenkosten wohl günstiger. "Das hätte stärkere Beschäftigungseffekte."

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