VKI: Verbesserungsbedarf bei neuem Postdienst buybuy

Versprochene Lieferzeiten teils deutlich überschritten

Wien (OTS/VKI) - Online einkaufen in den USA und Großbritannien - mit dem Postdienst buybuy soll das für österreichische Konsumentinnen und Konsumenten einfacher und billiger werden. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat den neuen Versandservice genauer unter die Lupe genommen und fünf Probebestellungen in Auftrag gegeben. Fazit: Vor allem bei geringem Warenwert fallen verhältnismäßig hohe Gesamtkosten an. Auch die versprochenen Lieferzeiten wurden in der Praxis deutlich überschritten. Weitere Informationen zum Thema gibt es ab 26.02. in der Märzausgabe der VKI-Zeitschrift KONSUMENT(www.konsument.at).

Vor allem bei Bestelllungen mit geringem Warenwert summieren sich der buybuy-Grundpreis und die Transportgebühren schnell zu vergleichsweise hohen Gesamtkosten. Das zeigt etwa das Beispiel eines 5,8 kg schweren Pakets auf der Strecke Großbritannien - Wien. In der VKI-Stichprobe verursachte der Versand Gebühren in der Höhe von insgesamt 45 Euro - bei einem Warenwert von 52 Euro. "Eine Bestellung über buybuy würde sich somit nur dann auszahlen, wenn auf anderem Weg nicht nach Österreich geliefert werden kann", resümiert VKI-Projektleiter Klaus Schreiner. "Dazu kommt, dass die Transportkosten nach den Verpackungsmaßen berechnet werden. Für Kunden ist es damit praktisch unmöglich, die zu erwartenden Gebühren im Vorfeld exakt zu kalkulieren."

Football-Fanhaube ist "Antiquität"

Neben dem eigentlichen Versand bietet buybuy auch die Abwicklung von Zollformalitäten an. Fallen im Rahmen der Bestellung Einfuhrabgaben an, kann der Kunde die Deklaration entweder selbst übernehmen - oder die Option "Autodeklaration" wählen. In der Praxis war das Ergebnis aber, zumindest im Einzelfall, eher kurios. So wurde eine in den USA bestellte Football-Fanhaube als "Antiquität, über 100 Jahre alt" deklariert. Bei der EU-Importverzollung führte dieser Fehler zu einer Verzögerung und am Ende zu einer Transportdauer von insgesamt 44 Tagen, davon 39 Tage in der Verantwortung von buybuy.

Auch bei den anderen Bestellungen lag die Gesamtlieferzeit oft deutlich über den von buybuy in Aussicht gestellten Fristen. Für Bestellungen aus Großbritannien verspricht der Service eine Transportzeit von 4 bis 6 Werktagen ab Zahlung, für Bestellungen aus den USA werden 8 bis 10 Werktage angegeben. "In der Praxis kamen unsere Lieferungen aus den USA innerhalb von 14 bis 32 Tagen an", berichtet Schreiner. "Bei den Lieferungen aus Großbritannien dauerte es ebenfalls 14 bis 27 Tage."

SERVICE: Den ausführlichen Report gibt es in der Märzausgabe der VKI-Zeitschrift KONSUMENT und online unter www.konsument.at.

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Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
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www.konsument.at

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