ÖH: Kritik zum Auftakt der Aufnahmeverfahren

"Studieren Probieren" beweist Bedarf an anderen Modellen

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) kritisiert den heutigen Auftakt der Aufnahmeverfahren in mehr als neun Studienrichtungen. "Die Fortführung der Zugangsbeschränkungen ist für uns unverständlich", sagt Bernhard Lahner vom Vorsitzteam der ÖH zur Bekanntgabe der Fristen im Sommersemester: "Aufnahmeverfahren sind ein Instrument orientierungslose Politik zu kaschieren und wirken lediglich abschreckend auf Studieninteressierte. Es ist an der Zeit auf die eigentlichen Bedürfnisse zukünftiger Studierender einzugehen. Das zeigt auch unser ÖH-Projekt "Studieren Probieren" bei dem es letztes Semester über 3.800 Anmeldungen gab."

Bereits 2014 konnte die ÖH nachweisen, dass die Aufnahmeverfahren weit über ihr Ziel hinausschießen. So gab es alleine in den Wirtschaftswissenschaften einen Rückgang von 60 Prozent und eine Halbierung im Bereich Pharmazie. "Auch administrativ sind Aufnahmeverfahren wahnsinnig aufwendig. Nur für Architektur alleine gibt es sechs verschiedene Fristen und Verfahren", sagt Lahner zum derzeitigen Stand: "Hinzu kommt, dass die Informationen oft nicht zugänglich für Studieninteressiert sind. Ein erster unumgänglicher Schritt wäre es daher die Fristen und Verfahren zu vereinheitlichen. Langfristig muss die Hochschulpolitik aber Abstand von Aufnahmeverfahren nehmen."

Andere Modelle sind nicht nur möglich, sondern auch gefragt. Das beweist auch das ÖH-Projekt "Studieren Probieren". Studieninteressierte können hier an Schnupperveranstaltungen ihres Wunschstudiums teilnehmen und sich mit Studierenden austauschen. "Wir arbeiten seit 2009 an diesem Projekt und freuen uns sehr über das rege Interesse der zukünftigen Studierenden. Am 20. März läuft der nächste "Studieren Probieren"-Start an und wir glauben, dass der Andrang noch größer sein wird. Es braucht dringend mehr ausfinanzierte Projekte die tatsächlich auf die Bedürfnisse Studieninteressierter eingehen und eine echte Orientierung bieten," so Lahner.

Nähere Informationen hier:
http://www.studierenprobieren.at/
http://www.studienplattform.at/

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