Weltfrauentag – Ein Programmschwerpunkt in allen ORF-Medien

„Von Frau zu Frau“ über Gendern, Kind und Karriere, Chancengleichheit u. v. m.

Wien (OTS) - Starke weibliche Persönlichkeiten der Vergangenheit und Gegenwart, Gesetzesänderungen, die die Situation der Frauen in der österreichischen Gesellschaft entscheidend verändert haben: Zum Weltfrauentag am 8. März 2015 bietet der ORF auch heuer einen umfangreichen trimedialen Programmschwerpunkt. Relevante Frauenthemen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten dabei "heute mittag", "heute leben" und "heute konkret" ebenso wie die "Wien heute"-Reihe "Von Frau zu Frau ... mit Lucy McEvil", der "Report", das "Weltjournal" oder der "Kulturmontag". Zu sehen sind weiters Dokumentationen wie "Universum History: Sophie Scholl - Die Seele des Widerstands" oder "dok.film: Nina Hagen - The Godmother of Punk" sowie topbesetzte Film-Highlights wie die ORF-Premiere "The Kids Are All Right" mit Neo-Oscar-Preisträgerin Julianne Moore ("Still Alice") und Annette Bening. Themenaffine Berichterstattung in den ORF-Landesstudios, Radios und dem ORF.at-Netzwerk ergänzt das Programm. ORF III widmet starken Frauen einen "zeit.geschichte"-Themenabend (7. März), 3sat berichtet über "Frauen in der Kunst" (8. März).

ORF-Spot-Kampagne "Ich mach das"

Der ORF präsentiert zum Weltfrauentag Spots in ORF eins und ORF 2, die Frauen und Männer in untypischen Berufen zeigen - etwa als Lokführerin, Dirigentin, Schweißerin, weibliche CEO, Kindergärtner oder Karenzvater. Damit soll auf die nach wie vor vorhandenen klassisch geprägten Rollenbilder aufmerksam gemacht werden, um die Muster zu erkennen und aufbrechen zu können.

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: "You can’t be what you can’t see. Daher sind zeitgemäße Rollenbilder in den Medien von großer Bedeutung, wenn es um Geschlechtergleichstellung geht. Wir zeigen nicht nur rund um den Frauentag in allen Formaten großartige Frauen und ihre Geschichten, sondern im ganzen Jahr. Von historischen Vorbildern über tolle Frauen der Jetztzeit bis zu den großartigen Journalistinnen und Moderatorinnen im ORF. Erst wenn auch Männer beginnen, für Gleichstellung zu kämpfen, gibt es ein echtes Miteinander und irgendwann hoffentlich eine Verteilung, wie es sie ganz natürlich in unserer Gesellschaft gibt: Es gibt 50 Prozent Männer und 50 Prozent Frauen."

Die einzelnen Programmpunkte im Überblick

Programmschwerpunkt in "heute mittag", "heute leben" und "heute konkret" - ab 2. bzw. 3. März

Anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums der Wiener Ringstraße porträtiert "heute mittag" vom 2. bis 6. März (13.15 Uhr, ORF 2) erfolgreiche Frauen, die bedeutende Institutionen entlang des Rings leiteten - u. a. "Salonière" Berta Zuckerkandl - bzw. leiten wie Karin Bergmann (Burgtheater), Johanna Rachinger (ÖNB), Elisabeth Gürtler (Hotel Sacher), Sabine Haag (KHM), Gabriela Benz (Hotel Le Méridien) und Eva Blimlinger (Akademie der bildenden Künste).

1970 wurden in Wien die ersten Straßenbahnfahrerinnen eingeschult. Davor gab es in Österreich ein Gesetz, das Frauen den "Dienst an der Kurbel" verbot. "heute leben" (17.30 Uhr, ORF 2) startet am 3. März eine vierteilige Serie zum Weltfrauentag mit einem Porträt von Isolde Feiwikl, einer der ersten Straßenbahnfahrerinnen Wiens bzw. Österreichs. Puncto Familienrechts-/Ehereform wurde ab 1975 die "Partnerschaft" in der Ehe verankert, die Stellung des Ehemanns als "Oberhaupt der Familie" abgeschafft. Dazu steht am 4. März ein Interview mit Familienrechtsexpertin Helene Klaar auf dem Progrmm. Die Freigabe der Abtreibung innerhalb einer dreimonatigen Frist gilt bis heute als Meilenstein der Frauenpolitik. Am 5. März erzählt eine "Betroffene", über die Zeit, als auf Abtreibung noch schwerer Kerker stand. Thema am 6. März: Die Bildungsreform - 1975 wurde die Koedukation an öffentlichen Schulen eingeführt, auch nach Geschlechtern getrennte Gegenstände wurden abgeschafft.

"heute konkret" (18.30 Uhr, ORF 2) setzt vom 2. bis 6. März die Serie "Bäuerinnen - starke Frauen am Land" fort, in deren Mittelpunkt besondere Leistungen österreichischer Bäuerinnen in den Bereichen "Konsumentenschutz", "Soziales und Gesellschaft" sowie "Wirtschaft und Innovation" stehen.

Täglich ab 5. März in "Wien heute": Von Frau zu Frau ... mit Lucy McEvil" - 19.00 Uhr, ORF 2

Lucy McEvil im Gespräch mit Birgit Kuras, Mitglied des Vorstands der Wiener Börse, Profiboxerin Nicole Wesner, "fresh"-Chefredakteurin Clara Akinyosoye, der neu gewählten Rektorin der Wirtschaftsuniversität Edeltraud Hanappi-Egger, Designerin Ina Kent, Medienkünstlerin Sylvia Eckermann, Autorin Julya Rabinowich, Tortendesignerin Petra Bacher und Karin Gutierrez-Lobos, Vizerektorin der Medizinischen Universität Wien: Sie alle wird die Diseuse, Schauspielerin und DJane ab 5. März in einer neunteiligen Serie (19.00 Uhr, ORF 2) besuchen - an ihren Arbeitsplätzen und an Orten, mit denen die Protagonistinnen besonderes verbunden sind. Dabei wird über Gott und die Welt, Männer, Frauen und alles, was sonst von Interesse ist, geplaudert.

Gendern, Kind und Karriere, Chancengleichheit - ORF 2 im Zeichen des Weltfrauentags

Der "Report" (3. März, 21.05 Uhr) beschäftigt sich mit der Aufregung um das Thema Gender: Warum lässt die Verwendung weiblicher Bezeichnungen die Emotionen gar so hochgehen, geht es hier um Schutz der Sprache oder um traditionelle Rollenbilder? Einen Einblick in den Alltag iranischer Schulmädchen gibt "kreuz und quer" (22.35 Uhr) in "Tag der Pflicht".

Das "Weltjournal" (4. März, 22.30 Uhr) berichtet über die 2016 in Kraft tretende Einführung der allgemeinen Wehrpflicht für Frauen in Norwegen. "WELTjournal +" widmet sich danach in "Mutterlast - Kind und Karriere" (23.05 Uhr) einer Generation desillusionierter Mütter, für die der Traum von der Powerfrau, die alles lächelnd managt, ausgeträumt ist. In der "Barbara Karlich Show" (6. März, 16.00 Uhr) wird zum Thema "Ich stehe gern im Schatten meiner Frau" diskutiert. Mit der Dokumentation "Sophie Scholl - Die Seele des Widerstands" würdigt "Universum History" (6. März, 22.45 Uhr) eine der populärsten Verfechterinnen des Widerstands gegen das NS-Regime.

Am Weltfrauentag startet die "matinee" (8. März, 9.05 Uhr) mit "Blitzgescheit, gut ausgebildet, weiblich" - einer filmischen Analyse der Chancen für Frauen im österreichischen Kulturbetrieb. Um 9.45 Uhr folgt mit "Diana Damrau - Diva Divina" ein Porträt der weltberühmten deutschen Koloratursopranistin. "dok.film" präsentiert um 23.05 Uhr Gabi Schweigers Kinodoku "Die Lust der Frauen", in der sie fünf Frauen in den Sechzigern porträtiert, die über ihr aktives Sexualleben berichten, und über den täglichen Kampf, zum eigenen Begehren zu stehen. Der anschließende "dok.film" widmet sich einer Verfechterin des Feminismus, die am 11. März ihren 60. Geburtstag feiert: "Nina Hagen - The Godmother of Punk" (0.05 Uhr). Der "Kulturmontag steht am 9. März ab 22.30 Uhr ganz im Zeichen des Weltfrauentags und zeigt u. a. die "Akte Zarah Leander" über die schwedische Filmdiva. Bezugnehmend auf den erschütternden Fall einer Studentin, die 2012 in Delhi an den Folgen einer Gruppenvergewaltigung starb, thematisiert "kreuz und quer" in "Indiens Töchter" (10. März, 22.35 Uhr) die mangelnden Sicherheitsmaßnahmen und Strafverfahren in Zusammenhang mit sexueller Belästigung von Frauen auf dem Subkontinent.

Frauenpower in ORF eins mit "Die Simpsons", "Working Mum" und "The Kids Are All Right"

Powerladys in Serie sind auch im knallgeben Springfield unterwegs, wenn "Die Simpsons" am 2., 3., 4. und 6. März (jeweils um 17.35 Uhr in ORF eins) jede Menge Frauenpower an den Tag legen. Für Sarah Jessica Parker ist jeder Tag "Der ganz normale Wahnsinn - Working Mum" (7. März, 20.15 Uhr), wenn sie versucht, Job und Familie unter einen Hut zu bekommen. In der ORF-Premiere "The Kids Are All Right" (8. März, 22.05 Uhr, ORF eins) führen Ärztin Nic (Annette Bening) und Gartengestalterin Jules (Julianne Moore) mit ihren beiden Kindern ein glückliches Familienleben, bis die 18-jährige Joni mit Erreichen der Volljährigkeit das Recht erlangt hat, ihren biologischen Vater ausfindig zu machen.

"Starke Frauen"-Programmschwerpunkt in ORF III Kultur und Information

Die Physikerin Silke Bühler-Paschen, Leiterin des Instituts für Festkörperphysik an der TU Wien, gibt im "science.talk" (4. März, 21.50 Uhr) Einblicke in ihren Alltag zwischen Labor, Lehre, Familie und Elternabenden. Basierend auf der wahren Geschichte der US-Zoologin Dian Fossey präsentiert "kult.film" (22.25 Uhr) den Spielfilm "Gorillas im Nebel" mit Sigourney Weaver in der Hauptrolle. Fosseys tragischen Tod 1985 in Ruanda beleuchtet die Dokumentation "Die letzten Tage einer Legende" (9. März, 15.25 Uhr). "Im Brennpunkt - Pakistan: Frauen behaupten sich" (5. März, 21.50 Uhr) berichtet über die erste Bergsteigerin Pakistans und eine junge Rechtsanwältin, die es geschafft hat, zu studieren. Bildung und Studium muss sich auch eine deutsche Chemikerin Ende des 19. Jahrhunderts hart erkämpfen, wie das ORF/ARD-Historiendrama "Clara Immerwahr" von Harald Sicheritz (6. März, 20.15 Uhr) verdeutlicht. Unter dem Titel "Frauen leiden anders, Männer auch" beschäftigt sich "treffpunkt.medizin" (11. März, 21.50 Uhr) mit dem Thema "Gendermedizin".
Starken Frauen widmet sich auch der ORF-III-"zeit.geschichte"-Themenabend am 7. März mit folgenden Dokumentationen: "Bertha von Suttner - Friedensnobelpreisträgerin aus Österreich" (20.15 Uhr), "Marie Curie - Jenseits des Mythos" (21.00 Uhr), "Sophie Scholl - Die Seele des Widerstands" (21.55 Uhr) und "Rosalind Franklin und die Entdeckung der DNA" (22.45 Uhr).

3sat über Frauen in der Kunst

3sat zeigt am 8. März mit "Wilder, nicht milder" ein aktuelles Porträt der Schriftstellerin Friederike Mayröcker (10.25 Uhr). Um 11.30 Uhr folgt mit "Rezitation mit Renée Fleming" eine Aufzeichnung eines der seltenen Auftritte der amerikanischen Starsopranistin in Europa im Wiener Musikverein im Dezember 2012. Dass Frauen jahrhundertelang in der bildenden Kunst als Kunstschaffende nahezu nicht vorhanden waren, beleuchtet die Dokumentation "Der Kunst ihre Frauen" (13.05 Uhr): Der Zugang auf Kunstakademien und in Ateliers war ihnen nur als Modelle für Maler und Bildhauer gewährt - und das oftmals nackt. Erst in letzten Jahrzehnten erobern sie sich ihren Platz in der Kunstwelt - sowohl als Künstlerinnen als auch als Galeristinnen oder Direktorinnen großer Museen.

Ö1 und FM4 zum Internationalen Frauentag 2015

In "Zeit-Ton extended" (23.03 Uhr) sprechen am 6. März Gender-Beauftragte und -Bewegte der Musikuniversitäten Österreichs über "Alma mater musicae - Uni, Gender und die zeitgenössische Musik". In "Logos - Theologie und Leben" (19.05 Uhr) werden am 7. März unter dem Titel "Macht und Befreiung" die Perspektiven feministischer Theologie thematisiert. "Mein Leben ist voller Leben" heißt es in "Du holde Kunst" am 8. März ab 8.15 Uhr. Andrea Eckert liest Gedichte von Lyrikerinnen wie Emily Dickinson, Ingeborg Bachmann, Rose Ausländer oder Gioconda Belli. Das Reisemagazin "Ambiente" bringt am 8. März ab 10.05 Uhr Beiträge über "Eine Österreicherin in New York - Christine Moser, Leiterin des Austrian Cultural Forum in Manhattan", "Stadt des Geldes - Das Mailand der Krimiautorin Adele Marini", "Frauenpower hinter zarter Fassade - die indische Frauenrechtlerin und Autorin Mandira Sen" und "Frauen reisen anders. Reiseführer von Frauen für Frauen". Weiters stehen bis Ende März noch drei Ausgaben von "Im Gespräch" (donnerstags, 21.00 Uhr) im Zeichen des Frauentags: am 12. März "Über die Situation von Frauen zu schreiben, ist Knochenarbeit" mit der Journalistin und Autorin Christina Bylow, am 19. März "Die Welt dreht sich nicht mehr um Europa" mit Sahlini Randeria, Sozialanthropologin und Leiterin des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien, und am 26. März "Ich bin das Gegenteil einer Rampensau" mit der Kolumnistin und Theaterautorin Elfriede Hammerl.

FM4-"Connected" steht am 8. März ganz im Zeichen des internationalen Frauentags mit folgenden Beiträgen: "Frauen in die Wikipedia!" So lautete eine Forderung, die schon 2012 erhoben wurde. Nur ca. zehn Prozent der Artikelschreiber/innen der dominierenden Online-Enzyklopädie sind Frauen. Das hat nicht nur auf diverse "Edit-Wars" über offenbar sensible Begriffe wie "Feminismus" oder "Gender" Auswirkungen, sondern auch auf die Themengebiete, die auf Wikipedia überhaupt verhandelt werden. FM4 fragt nach, wie es um den Gender-Gap bei Wikipedia im Jahr 2015 bestellt ist. "Femik: ein serbisches Netzwerk für Musikerinnen und Produzentinnen" wurde vor fünf Jahren ins Leben gerufen. Ähnlich wie Electric Indigos "Female Pressure" bietet auch Femix eine Plattform für Musikerinnen und beschäftigt sich zum Beispiel mit Gender-Quoten auf Festivals. "Berufswahl für junge Frauen": Zeitgleich zum internationalen Frauentag findet in Wien die BeST, die Studien- und Berufsinformationsmesse statt. FM4 fragt dort bei jungen Frauen nach, wie sehr die Berufs- und Studienwahl immer noch entlang der Geschlechter-Stereotypen verläuft.

Das ORF.at-Netzwerk und der ORF TELETEXT planen Storys im Rahmen der aktuellen Berichterstattung, die ORF-TVthek stellt zum Weltfrauentag ein aus Sendungen und Beiträgen des TV-Programmschwerpunkts bestehendes Video-on-Demand-Themenpaket auf http://TVthek.ORF.at zusammen.

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