Köstinger: Grünes Licht für mehr heimischen Biosprit

Umweltausschuss des EU-Parlaments stimmt heute Nachmittag über neue Kriterien für Biokraftstoffe ab

Brüssel, 24. Februar 2015 (OTS) "Grünes Licht für mehr heimischen Biosprit und weniger Biosprit aus Drittländern",
will die Umweltsprecherin der ÖVP im EU-Parlament, Elisabeth Köstinger. "Biokraftstoffe sind sehr wichtig, um unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Wir
müssen aber alles daran setzen, dass der Anbau von
Energiepflanzen nicht Nahrungsmittel verdrängt oder zur
Abholzung von Regenwald führt. Der Tank darf nicht wichtiger
als der Teller sein", so Köstinger vor der heutigen Abstimmung über neue Kriterien für Biokraftstoffe im Umweltausschuss des EU-Parlaments. ****

Gleichzeitig warnt Köstinger vor "Schnellschüssen" bei
neuen Kriterien für Biokraftstoffe in Europa. "Wir können
nicht alle paar Jahre die Politikansätze ändern. Das ist
unseriös und macht der Wirtschaft das Planen unmöglich", so
die Europaabgeordnete. "Die jetzige Situation beweist, dass
die Extrempolitik von Linken und Grünen beim Pushen von
Biosprit übers Ziel hinausgeschossen ist. Deshalb ist es
ratsam, nicht wieder übereilt vorzugehen", betont Köstinger.

Hintergrund ist die Kontroverse um die Erzeugung von Biotreibstoffen außerhalb Europas. Kritikern zufolge werden
dort tropische Regenwälder abgeholzt, um Platz für die
Erzeugung von Energiepflanzen zu schaffen, was wiederum dem
Klima schadet. "Ich bin gegen die komplizierten und
unausgereiften Rechenmodelle, mit denen theoretisch festgelegt werden soll, welcher Biosprit wahrscheinlich welche Auswirkung
auf Regenwald und Klima hat", stellt Köstinger klar. "Bevor
die komplexen Auswirkungen der Biosprit-Produktion nicht vollständig erforscht sind, ist es unverantwortlich, den Produzenten neue Gesetze aufzuzwingen", so die ÖVP-Europaabgeordnete.

Köstinger verweist auch auf die notwendige Förderung der technischen Entwicklung bei Biokraftstoffen: "Wenn wir wollen,
dass neuartige Biokraftstoffe, z.B. aus Abfall,
kostengünstiger und marktfähig werden, müssen wir Markt und Technologie sich entwickeln lassen. Wenn wir jetzt den
Produzenten in Europa, die in den letzten Jahren in Anlagen investiert haben, die Erzeugung erschweren, entwickelt sich
die Biokraftstoffproduktion in der EU nicht weiter", so
Köstinger.

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