Leichtfried zu "Gigalinern": Gewinner sind Verkehrssicherheit und Umweltschutz

LKW sollen grüner und sicherer werden, keine Öffnung der Grenzen für Megatrucks

Wien (OTS/SK) - Heute wurde im Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel über den sogenannten Gigaliner-Bericht in zweiter Lesung abgestimmt, darin enthalten sind die Verhandlungsergebnisse mit den Mitgliedstaaten. SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried, "Gigaliner"-Chefverhandler des EU-Parlaments sagt: "Bereits im April vergangenen Jahres konnten wir die Öffnung der Grenzen für Riesen-LKW abwenden und damit massive Kosten und Sicherheitsrisiken verhindern. Jetzt ging es darum, Details für grenzüberschreitende LKW-Fahrten mit den Mitgliedstaaten zu verhandeln. Herausgekommen ist ein Kompromiss, der sich sehen lassen kann - vor allem deshalb, weil jetzt der Fokus auf Umweltschutz und Verkehrssicherheit gelegt worden ist." ****

Konkret dürfen Laster nur dann länger werden, wenn dies nachweisbar der Verkehrssicherheit und der Umwelt dient. Gemeint sind damit etwa spezielle aerodynamische LKW-Kabinen. Spezielle Konstruktionen können die Auswirkungen von Kollisionen deutlich verringern. "Runde Fahrerhäuser können das Sichtfeld erhöhen und damit auch VerkehrsteilnehmerInnen wie RadfahrerInnen und FußgängerInnen besser schützen. Durch aerodynamische Fortsätze am Heck kann Sprit eingespart werden. LKW, die alternative Antriebssysteme wie Hybrid-oder Elektromotoren nutzen, dürfen bis zu eine Tonne schwerer sein, um das zusätzliche Gewicht von Batterien etc. auszugleichen. Auch der intermodale Container-Verkehr wird durch den Abbau bürokratischer Hürden vereinfacht. FahrerInnen sollen außerdem künftig besser über das Gewicht ihrer Ladung informiert werden", fasst Leichtfried zusammen. Das Plenum des Europäischen Parlaments muss ebenfalls noch zustimmen, nach Inkrafttreten gibt es für die Mitgliedstaaten eine Umsetzungsfrist von zwei Jahren. (Schluss) bj/mp

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