Brückeneinsturz: ÖBB-Konzernbetriebsrat und Gewerkschaft vida bei Lokalaugenschein „schockiert“

Wien (OTS) - Für ihren großen und kompetenten Einsatz dankt ÖBB-Konzernbetriebsratsvorsitzender und vida-Gewerkschafter Roman Hebenstreit den hunderten ÖBB-KollegInnen, die seit Sonntag rund um die Uhr bei der Brückeneinsturzstelle in der Steiermark im Einsatz sind und den Schienenersatzverkehr und die Information der Reisenden organisieren. Auch bei der Eruierung der Einsturzursache helfen die ÖBB mit. "Als Lokführer habe ich diese Stelle schon hunderte Male passiert. Ich will gar nicht daran denken, was passieren hätte können", zeigte sich Hebenstreit heute Vormittag bei einem Lokalaugenschein an der Unfallstelle in Frohnleiten schockiert. Eine tonnenschwere Brücke der Brucker Schnellstraße stürzte auf die Gleise der Südbahn. Die Zugstrecke soll voraussichtlich für mindestens zwei Wochen unpassierbar bleiben.++++

"Wir sind hart an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Angesichts des riesigen Schadensausmaßes sei es "Glück im Unglück", so auch der steirische vida-Gewerkschafter Gernot Acko an der Unglücksstelle, dass die ÖBB nach wie vor ein integrierter Bahnkonzern in öffentlicher Hand seien. Nur solche Unternehmen seien auch imstande, Beinahe-Katastrophen dieser Dimension auch im Sinne der Sicherheit und der Fahrgäste kompetent zu managen. "Der ÖBB-Konzern kann etwa von seiner Postbustochter rasch Busse für einen Schienenersatzverkehr bereitstellen. In der Folge haben sich Verspätungen für die Reisenden heute Früh in Grenzen gehalten und maximal 20 Minuten betragen", so Acko, der wie Hebenstreit gelernter ÖBB-Triebfahrzeugführer ist.

Abgesehen von der Bereitstellung von Bussen und Räumgeräten sei aber auch die Koordinierung des im ÖBB-Konzern zur Verfügung stehenden Personals aus den einzelnen Unternehmensbereichen unersetzlich. Dieses sei für Katastropheneinsätze bestens ausgebildet und trainiert. "Das ist bei Unfällen und Katastrophen ein großer Vorteil in einem integrierten Eisenbahnunternehmen, dass man auch Einsatzkräfte und Know-how hat, und sich dieses organisatorisch rasch koordinieren lässt bzw. Vorfälle rasch untersucht und abgewickelt werden können", sagt vida-Gewerkschafter Acko.

"Bei einer Auslagerung bzw. Privatisierung der Infrastruktur oder anderer Bereiche aus dem Konzern wäre dies nicht mehr in dieser hocheffizienten Form und Schnelligkeit gewährleistet", hält Hebenstreit fest. Die ÖBB seien bei Baustellen über Bahngelände von Anfang an informiert und involviert. Dadurch könne bei Unfällen rasch für die Räumung und Absicherung von Unfallstellen gesorgt und Schäden behoben werden bzw. beim Aufklären von Unfallursachen behilflich sein. Wären diese Ressourcen in den ÖBB nicht vorhanden, müsste alleine auf Feuerwehr, Bundesheer und auf teure private Spezialfirmen für Einsatzorganisation und Schadensbehebung zurückgegriffen werden, bekräftigt der ÖBB-Konzernbetriebsratschef.

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