Kammer-Konter zur Registrierkassenpflicht: Unternehmer sagen "SCHLUSS MIT GRATIS!"

Weil SPÖ und Grüne ganze Branchen unter Steuerhinterziehungsverdacht stellen, verlangt die WK nun eine Abgeltung für die Steuereinhebung.

Klagenfurt (OTS) - Die Kärntner Unternehmer wollen sich die Kriminalisierung nicht länger gefallen lassen: Sie machen nun gegen die von SPÖ und Grünen im Zuge der Steuerreformdiskussion ins Spiel gebrachte Registrierkassenpflicht mobil. Den unverhohlenen Verdacht, ganze Wirtschaftszweige würde jährlich Milliarden an Steuern hinterziehen, will man nicht auf sich sitzen lassen. WK-Präsident Jürgen Mandl: "Aus meiner Sicht ist es eine Frechheit sondergleichen, den Unternehmern pauschal zu unterstellen, sie seien Steuerbetrüger. Jetzt reichts, das lassen wir uns nicht gefallen."

Österreichs Unternehmer würden unter widrigsten Rahmenbedingungen - teils wegen der globalen Konjunkturflaute, teils aber auch wegen hausgemachter Hindernisse wie der überbordenden Bürokratie - samt ihren Mitarbeitern dafür sorgen, dass Wertschöpfung erzielt, Menschen beschäftigt und Steuern eingenommen würden. Mandl: "Dafür lassen wir uns sicher nicht auch noch kriminalisieren. Denn niemand spricht darüber, dass wir seit Jahrzehnten die wichtigsten Steuerquellen Österreichs, die Lohn- und die Umsatzsteuer, berechnen und abliefern, ohne dass wir für diesen Aufwand je einen Cent bekommen haben. Sollte uns dabei ein Fehler unterlaufen, sind wir allerdings mit Haftungen und Strafen bedroht."

Doch damit soll jetzt Schluss sein, eben "SCHLUSS MIT GRATIS": Die Wirtschaft verlangt eine Abgeltung des Aufwandes, den sie für die Berechnung und Ablieferung der Umsatz-steuer leistet. Mandl: "Das Gleiche sollten wir in weiterer Folge auch für die Lohnsteuer tun." In einem Direct Mailing werden alle betroffenen Branchen aufgefordert, den Aufwand für die Steuerberechnung und -einhebung zu nennen, um die Höhe der Entgeltforderung seriös feststellen zu können. Mandl: "Wenn Sie sich als Unternehmer einmal konkret damit beschäftigen, werden Sie sich wundern, wieviel Zeit Sie als unbezahlter Erfüllungsgehilfe des Staates vergeuden. Uns dafür auch noch mittels Registrierkassenpflicht unter Generalverdacht zu stellen - das geht zu weit."

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