ASFINAG: NACH BRÜCKENEINSTURZ BLEIBT S 35 BEI FROHNLEITEN WEITER GESPERRT

Sachverständige analysieren Unglück; Abbruchkonzept soll bis Mitte der Woche feststehen

Frohnleiten (OTS) - Einen Tag nach dem teilweisen Brückeneinsturz bei Frohnleiten - ein etwa 50 Meter großer Teil der gerade in Bau befindlichen Murbrücke stürzte Samstagabend ein und direkt auf die ÖBB-Geleise - laufen die Untersuchungen der Sachverständigen auf Hochtouren. Bezirkshauptmann von Graz-Umgebung, Burkhard Thierrichter, lobte in einem Pressegespräch am Sonntag die "tolle Kooperation" mit allen beteiligten Einsatzorganisationen und Unternehmen. Hinsichtlich der nächsten Schritte betonte Thierrichter, dass "Sicherheit vorgeht, für Arbeiter und Verkehrsteilnehmer". Diese nächsten Schritte umriss anschließend Vorstand Siegfried Wanker von der bauausführenden ARGE STRABAG-HABAU. Als erstes wurde am Sonntag bereits der Kran abgebaut, der sich durch den Einsturz zur Seite geneigt hatte und umstürzen hätte können. Die Polizei hatte daher bereits Samstagabend sieben Häuser im nahen Umkreis evakuiert, 20 Personen wurden von der Gemeinde in einem Hotel untergebracht. Diese konnten dadurch bereits am Sonntag wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Als nächstes wird die ARGE STRABAG-HABAU ein Abbruchkonzept ausarbeiten, um den abgestürzten Teil entfernen zu können. Dieser Teil muss zuvor aber noch gesichert werden, um ein weiteres Abrutschen zu verhindern.
Die Ursache des Unglücks wird von Sachverständigen untersucht, seriöse Ergebnisse sollen erst nach Entfernung des Brückenteils vorliegen können.
Die parallel zum Neubau verlaufende bestehende Murbrücke auf S 35 Brucker Schnellstraße bleibt aber bis auf weiteres gesperrt. Laut ASFINAG-Geschäftsführer Rainer Kienreich könnte diese Ende der Woche wieder für den Verkehr freigegeben werden. Der Pkw-Verkehr wird in der Zwischenzeit über das Ortsgebiet von Frohnleiten umgeleitet. Von Graz kommend erfolgt die Ableitung bei Frohnleiten Süd, die Aufleitung bei der Anschlussstelle Laufnitzdorf. Von Bruck kommend wird in Frohnleiten Nord ab- und in Frohnleiten Süd wieder aufgeleitet. Der Schwerverkehr wird großräumig über die S 6 Semmering Schnellstraße und A 9 Pyhrn Autobahn umgeleitet.

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