Glawischnig zu Steuerreform: "Brauchen eine Entlastung für jene, die ab dem 20. des Monats jeden Euro zweimal umdrehen müssen"

Ladesversammlung der Grünen in Oberschützen: Petrik: "Wollen mit 3 Mandaten in den Landtag ziehen und regieren"

Burgenland (OTS) - Mit einer klaren Regierungsansage eröffnete Landessprecherin und Spitzenkandidatin Regina Petrik heute Vormittag die Landesversammlung der Grünen in Oberschützen. Als Wahlziel definiert Petrik 3 Mandate. Das Burgenland habe sich in den letzten 20 Jahren gut entwickelt, aber es sei noch vieles offen, analysiert Petrik: Es gibt viel zu tun für eine gute Weiterentwicklung des Burgenlandes. Aber einige stellen sich gegen diese positive Weiterentwicklung. SPÖ und ÖVP teilen das Land seit 70 Jahren in Rot und Schwarz auf. Diese Machtaufteilung bedeutet Parteibuchwirtschaft, Proporz, Machtmissbrauch, Steuergeldverschwendung und Drüberfahren. Und nichts deutet darauf hin, dass sie das ändern wollen."
Grüne Politik sehe anders aus, so Petrik. Die Regierungsbeteiligung der Grünen in sechs Bundesländern zeige dies schon deutlich: "Wir Grüne stehen für mehr Lebensqualität, bessere Bildung, saubere Natur und saubere Energie. Und noch etwas: Dort, wo Grün regiert, ist die politische Kultur eine andere: Sachlichkeit und Vernunft. Die Suche nach Lösungen statt Streit und Hick-hack. Offenheit, Transparenz, Ehrlichkeit, Unbestechlichkeit."
In ihren 10 Monaten als "Hacklerin" in der Arbeitswelt habe sie immer wieder gehört, wie sehr die derzeit vorherrschende Art der Politik den Menschen auf die Nerven geht: "Die Menschen wollen Aufmerksamkeit und Verständnis für ihre Probleme und nicht diese Wichtigtuerei. Die Menschen wollen Anerkennung für das, was sie leisten und nicht als untertänige Bittsteller behandelt werden, wenn sie mal etwas brauchen." Es sei daher Zeit für eine neue politische Kultur der Offenheit, in der nicht mehr drübergetrampelt wird, sondern Lösungen gemeinsam gesucht werden. Das Burgenland brauche jetzt Zukunftslösungen - und das gehe nur mit gestärkten Grünen. "

Die kommende Landtagswahl sei eine Richtungsentscheidung: "Nach vorne mit Grün, rot-schwarze Streitpartie oder rechts abbiegen mit blau?" Petriks Gründe, Grün zu wählen:
Wer Rot-Blau im Burgenland verhindern will, muss GRÜN wählen.
Wer sich nach einem neuen Stil in der Politik sehnt, muss GRÜN wählen.
Wer will, dass unser Burgenland auch in Zukunft das Land der grünen Wiesen, der gesunden Böden und der sauberen Luft ist, muss GRÜN wählen.
Wer will, dass mit der Verschwendung von Steuergeldern endlich Schluss ist, muss GRÜN wählen. Genau das nämlich ist Demokratie. Jede und jeder hat die Wahl. Jede und jeder übernimmt mit der Abgabe der eigenen Stimme die Verantwortung dafür, wie es im Burgenland weitergeht.
Wir Grüne wollen durch unser Engagement im Landtag vielen Menschen in unserem Land zu einem nachhaltig guten Leben verhelfen. Wir brauchen dafür eine große Portion Unterstützung,um diesen Weg mit viel Kraft und Schwung gehen zu können. Wir wollen zeigen: unser Burgenland kann mehr!

Die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig betont zu Beginn ihrer Rede den großen persönlichen Respekt für ein ganzes Jahr, in dem Regina Petrik von der Gastronomie, über die Altenpflege bis zum Bau gearbeitet hat. "Deine Erfahrungen und diese Politik des Zuhörens sind eine Bereicherung für uns alle und ein Vorbild für alle Grünen in Österreich und sie zeigen: Das Burgenland hat eine Riesenchance mit deinem neuen Stil, mit einer neuen Politik für die nächsten Generationen. Das Burgenland hat mit dir die Chance, rauszukommen aus der rotschwarzen Parteibuchwirtschaft und der Machtaufteilung des Landes in rot und schwarz bis zum letzten Blumentopf." Petrik habe bewiesen, dass sie über Regierungskompetenz verfüge,. Schwung für die Grünen im Burgenland erwartet sich Glawischnig auch von den Erfolgen der letzten sieben Wahlen in den anderen Bundesländern, auf Österreich- und Europaebene. "270.000 Grünstimmen zusammengezählt bei den letzten Wahlen mehr zeigen, dass die Menschen uns vertrauen und wir auf dem richtigen Weg sind."
Es gäbe so viele drängende Probleme, da könne man sich die ewigen Eifersüchteleien und Streitereien zwischen Rot und Schwarz nicht mehr leisten. "Was da rauskommt, sehen wir jetzt bei der Steuerreform:
Nachdem Faymann jetzt von Häupl zurückgepfiffen wurde, wissen wir, was bei einer Mini-Steuerreform herauskommen wird: Eine Entlastung für jene, denen es ohnehin bereits sehr gut geht. Wir brauchen aber keine Entlastung der Familie Bartenstein oder der Familie Haselsteiner. Wir brauchen eine Entlastung für jene Familien, die an jedem 20. des Monats beginnen müssen, jeden Euro umzudrehen." und an die Regierung gerichtet: "Mehr Mut und mehr Kompromissbereitschaft Werner Faymann und Reinhold Mitterlehner." Glawischnig kritisiert auch die Verschwendung von Steuermitteln für Prestigeprojekt, die es nicht nur im Burgenland gebe: "Die Innenministerin bestellt eigene Hubschrauber. Offenbar sind die aus dem Verteidigungsministerium nicht schwarz genug. Für solche Eifersüchteleien haben wir kein Geld mehr. Wir brauchen das Geld für bessere Schulen und Kindergärten." Eindringlich warnt Glawischnig vor Niessls Angeboten an die FPÖ: "Ich bin Kärntnerin. Ich erinnere mich an die Chianti-Koalition. Herausgekommen ist die HYPO, für die wir jetzt alle zahlen. Die FPÖ darf man nie mehr in eine Regierung lassen." Weiters versprach Glawischnig die Unterstützung aller Grünen in Österreich, um mit dem Burgenland eine 7. Regierungsbeteiligung in Österreich zu schaffen.

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