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Bundeskanzler Faymann: "Martin Schulz hat dem Europäischen Parlament zu Respekt und Anerkennung verholfen"

Ehrenzeichenverleihung an den Präsidenten des Europäischen Parlaments

Wien (OTS) - "Nur internationale Größen, die in der Politik den Blick über den Tellerrand gewagt hatten, konnten bislang diese Auszeichnung erhalten", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Freitag, im Bundeskanzleramt anlässlich der Überreichung des Großen Goldenen Ehrenzeichens am Bande für Verdienste um die Republik Österreich an Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments. Während seiner Zeit als Vorsitzender der Sozialistischen Fraktion im Europäischen Parlament konnte er vor rund sieben Jahren bereits das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern entgegennehmen. Seine erstmalige Wahl zum Präsidenten des Europäischen Parlaments erfolgte im Jänner 2012, am 1. Juli 2014 erfolgte seine Wiederwahl in dieser Funktion. Dazwischen absolvierte er im Oktober 2012 einen offiziellen Besuch in Österreich, in dessen Rahmen die Zusammenarbeit zwischen dem österreichischen und dem Europäischen Parlament zukunftsweisend diskutiert und neuinterpretiert wurde.

"Das Verhältnis zwischen den europäischen Regierungschefs und dem Europäischen Parlament hat sich unter Martin Schulz verändert. So war etwa das Verhältnis gegenüber dem Europäischen Parlament anfangs nicht von Respekt und Anerkennung geprägt", so Faymann. "Aber er hat es geschafft zu zeigen, dass sich das Europäische Parlament Respekt und Selbstvertrauen verschaffen konnte. Das hat er als Person mit viel Kraft, Einsatz und Energie bewirkt. Im Sinne demokratischer Entwicklungen kann man nur wollen, dass dieses Parlament ernst genommen wird", so der Bundeskanzler, der auf die stete Einforderung eines politischen Dialogs seitens von Martin Schulz verwies. Schon in jungen Jahren sei er gesellschaftspolitisch engagiert und durch die Grenznähe zu zwei Nachbarländern Deutschlands europäisch geprägt gewesen. Dadurch sei die Kenntnis gewachsen, wie notwendig es sei, überregional zusammenzuarbeiten und über den Tellerrand zu blicken.

"Unter den Befürwortern von Europa sind alle für das große Friedensprojekt. Innerhalb dieser gemeinsamen Ausrichtung gibt es eine Gruppe, die aktiv daran erinnert, dass es in einem demokratischen Projekt mehr braucht als eine bloße Überschrift", so Faymann. "Frieden entsteht auch durch einen solidarischen Umgang miteinander, indem soziale und gesellschaftspolitische Lebensverhältnisse Fairness zulassen und Chancen geben", erläuterte der Bundeskanzler die Situation rund um die vielen Arbeitslosen in Europa. "In vielen Regionen gibt es einen Aufholbedarf, damit gerechte Chancen durch Bildung und Ausbildung ermöglicht werden. Forschung und Entwicklung sollen zu einem Wachstum verhelfen, das die Daseinsvorsorge für den Einzelnen ermöglicht. Martin Schulz sorgt dafür, dass diese Fragen auch dahingehend thematisiert werden, wer den Vorteil von wirtschaftlicher gemeinsamer Tätigkeit hat. Wir benötigen Ressourcen, die ein soziales, faires und menschliches Europa ausmachen", lobte Faymann die Tatsache, dass Schulz an erster Stelle für ein soziales, faires Europa stehe und dabei Bündnisse über Parteigrenzen hinaus schaffe. "Dafür bin ich ihm dankbar, weil Österreich ein Land ist, das eine starke soziale Infrastruktur aufweist", freute sich Bundeskanzler Faymann über die Auszeichnung von Martin Schulz, zu der er ihm herzlich gratulierte.

Der Präsident des Europäischen Parlaments bezeichnete es als außergewöhnliche Ehre, die ihm heute zuteilwurde und sprach von einem "großen Tag". Er unterstrich, dass Friede jeden Tag neu erworben werden müsse und dass dies durch das Schaffen von Gerechtigkeit beginne. Er garantierte, dass er weiter seinen Weg gehen werde.

Bilder von der Ehrenzeichenverleihung können Sie aus dem Fotoservice des Bundeskanzleramtes http://fotoservice.bundeskanzleramt.at/ kostenfrei abrufen.

Rückfragen & Kontakt:

Matthias Euler-Rolle
Pressesprecher des Bundeskanzlers
Tel.: +43 1 531 15-202305, +43 664 610 63 33
matthias.euler-rolle@bka.gv.at

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