Zum Inhalt springen

AK zu Westbahn-VOR: Gute Verkehrsangebote für alle PendlerInnnen zum Fahrplanwechsel müssen möglich bleiben

Win (OTS/AK) - "Bei der Vergabe von Verkehrsdienstleistungen in der Ostregion muss es in erster Linie um die Interessen der Menschen, nicht um Unternehmensinteressen gehen", sagt die Leiterin der AK Verkehrsabteilung Sylvia Leodolter zum Streit zwischen dem Verkehrsverbund Ostregion und der Westbahn. Die Pendlerinnen und Pendler haben einen Anspruch darauf, dass für sie ein möglichst gutes, breitaufgestelltes Verkehrsangebot erstellt wird. Mit dem Fahrplanwechsel 2015 und der vollständigen Inbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofes erwarten sich die Pendlerinnen und Pendler zu Recht ein gutes umfassendes Angebot, das es ihnen ermöglicht, in der boomenden Ost-Region in den Morgen- und Abendstunden schnell zur Arbeit und zurück zu kommen, so die AK Verkehrsexpertin. "Darauf warten die Pendlerinnen und Pendler seit Jahren. "Es kann nicht sein, dass juristische Spitzfindigkeiten dazu führen, dass die PendlerInnen auf der Strecke bleiben. Wir rufen VOR und Westbahn ausdrücklich auf, rasch einen Weg zu finden, dass die geplanten Fahrplanverbesserungen in der Ostregion umgesetzt werden."

Für die AK zeigt dieser Rechtsstreit, wie wichtig es ist, dass bei Direktvergaben transparent und korrekt gearbeitet wird. Gleichzeitig fürchtet die AK aber auch um die Interessen der Pendlerinnen und Pendler: Die erwarten sich zum Fahrplanwechsel 2015 spürbare Verbesserungen. Durch immer aufwändigere Vergabeverfahren könnte es zu Verzögerungen kommen, so dass diese Verbesserungen nicht mit Vollbetrieb des neuen Hauptbahnhofs umgesetzt werden. "Das wäre ein Rückschlag für den öffentlichen Personennahverkehr", so Leodolter.

"Wenn künftig bei jeder Direktvergabe mit Rechtsstreitigkeiten gerechnet werden muss, sehen wir die Chancen für ein breit aufgestelltes kostengünstiges Gesamt-Verkehrskonzept und einen Taktfahrplan schwinden", so Leodolter. "Die PendlerInnen aller Strecken zahlen damit den Preis dafür, dass die Westbahn auf der Weststrecke ihre finanziellen Interessen verteidigt. Ein Beispiel:
2013 führte die Westbahn völlig unerwartet für die PendlerInnen einen PendlerInnenzuschlag ein. Das zeigt, dass Liberalisierung im Nahverkehr nur Probleme bringt. Das kann nicht im Interesse eines guten öffentlichen Verkehrsangebots sein", so Leodolter. Insgesamt nutzen rund 70.000 Pendlerinnen in der Ostregion über 460 Haltestellen und Bahnhöfe auf ihren Arbeitswegen.

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Ute Bösinger
Tel.: (+43-1) 501 65-2779
ute.boesinger@akwien.at
wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0002