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Klug: Offensive für Gleichstellung im österreichischen Sport

Wien (OTS) - Frauen sind im Sport sowohl auf Funktionärsebene als auch bei der Sportausübung unterrepräsentiert. Sportminister Klug lud für Freitag hochrangige Vertreterinnen und Vertreter des organisierten Sports ein, um eine gemeinsame Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern im Sport zu erarbeiten. Der Prozess stützt sich auf Empfehlungen der EU-Kommission und wird vom Verein "100% Sport" begleitet. 100% Sport wurde auf Initiative des Sportministeriums gegründet um die Gleichstellung von Männern und Frauen im österreichischen Sport zu fördern.

Die von 100% Sport erhobenen Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache:
Laut jüngsten Untersuchungen des Vereins hat sich der Anteil von Frauen in Vorstandspositionen in den vergangenen drei Jahren zwar um zwei Prozentpunkte leicht verbessert - insgesamt können Frauen jedoch nur in 16% aller Vorstandsfunktionen den Sport selbst mitgestalten.

Sportminister Gerald Klug: "Da gibt es aus meiner Sicht eindeutig Aufholbedarf. Mir ist es ein besonderes Anliegen, dass Frauen und Männer die gleichen Möglichkeiten haben, sich im Sport einzubringen." Mit dem vom Sportministerium initiierten Strategieprozess sollen nun gemeinsam mit den Verbänden Anreize geschaffen werden, um Frauen den Einstieg in den Sport zu erleichtern. Die Österreichische Bundes-Sportorganisation, das Österreichische Olympische Comité, Paralympisches Committee, Behindertensportverband, Bundessporteinrichtungen GesmbH und Bundes-Sportförderungsfonds beteiligen sich an der Entwicklung von Maßnahmen für ein ausgewogeneres Verhältnis von Frauen und Männern in Sportgremien und Trainerberuf. Weitere Schwerpunktbereiche bis 2018 betreffen Maßnahmen gegen sexuelle Gewalt im Sport und stereotype Medienberichterstattung.

Mit Mentoring-Programmen zu mehr Engagement

Laut einer aktuellen Studie von Sports-Econ Austria zu "Gender Mainstreaming im Bereich der Freiwilligenarbeit" sind gemessen an der österreichischen Bevölkerung etwa 10,2% der Männer und 3,7% der Frauen im Sport freiwillig engagiert. Die Beteiligung der Frauen liegt also bei etwas mehr als einem Drittel im Vergleich zu den Männern. In anderen Bereichen, die von Rettungsdiensten bis zu politischer Arbeit reichen, sind 27,4 Prozent der Männer und 21,2 Prozent der Frauen engagiert. Obwohl auch hier der Anteil der Männer höher ist, ist der Unterschied in der Partizipation nicht mit dem Sport vergleichbar. Die geringere ehrenamtliche Beteiligung von Frauen im Sport kann also nicht auf eine allgemein niedrigere Neigung, sich freiwillig zu engagieren, zurückgeführt werden. Vergleichbar mit den Rettungs- und Katastrophendiensten und der politischen Arbeit stellt sie eher eine spezifische Problematik des Sports dar.

"Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist eine gesellschaftspolitische Verpflichtung. Auch der Sport muss sich dieser Verantwortung stellen. Ich bin überzeugt davon, dass wir den österreichischen Sport gemeinsam positiv verändern werden. Mehr Geschlechtergerechtigkeit kommt Frauen, Männern und dem Sport selbst zu Gute. Ich kann mir vorstellen, dass wir zum Beispiel mit Mentoring-Programmen einen Schritt in diese Richtung machen können", so Klug.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Andreas Strobl, Pressesprecher des Bundesministers
050201-1020146
andreas.strobl@bmlvs.gv.at
http://www.bundesheer.at

Mag. (FH) Anja Richter
Pressesprecherin des Sportministers
Tel: 050201-1020145
anja.richter@sport.gv.at
anja.richter@bmlvs.gv.at

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