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Wirtschaftskammer-Organisation: Die Einnahmen und Ausgaben

Dafür werden Kammerumlagen verwendet - Zusatzpensionen seit 2012 für Neueintretende zur Gänze abgeschafft

Wien (OTS/PWK121) - In einer parlamentarischen Anfrage an den Wirtschaftsminister stellen die NEOS Fragen zur Finanzierung der Wirtschaftskammern Österreichs. Die Wirtschaftskammer Österreich bekennt sich zur Transparenz und veröffentlicht jährlich ihren Geschäftsbericht im Internet. Zudem wird die Gebarung der WKÖ sowohl vom Kontrollausschuss als auch vom Rechnungshof geprüft.

Die Wirtschaftskammer Österreich erzielte 2013 Einnahmen bei den Kammerumlagen von insgesamt 192 Millionen Euro. Davon entfielen auf die Kammerumlage I 75 und auf die Kammerumlage II 117 Millionen Euro.

Um die Mitglieder zu entlasten, wurden schon 2002 die Kammerumlagen auf Eigeninitiative aller Wirtschaftskammern um österreichweit insgesamt mehr als 30 Prozent oder 153 Millionen Euro gesenkt und zugleich ein umfassendes Reform- und Sparpaket im Bereich der Wirtschaftskammer-Organisation geschnürt.

Zum Vergleich: Von 1999 bis 2013 sind die Kammerumlagen in der Wirtschaftskammer Österreich um 9 Prozent gestiegen - die Inflationsrate betrug im gleichen Zeitraum 34 Prozent. Dieser Zahlenvergleich zeigt, dass die Wirtschaftskammer Österreich ihre Aufgaben effizient erfüllt und heute aus Kammerumlagen real weniger Einnahmen erzielt als vor 15 Jahren.

Die größte Ausgabenposition der WKÖ war 2013 die Außenwirtschaftsorganisation mit insgesamt 90 Millionen Euro. Das Bundes-WIFI hatte einen Budgetanteil von rund 6,5 Millionen, die Junge Wirtschaft samt Gründer-Service von 2,8 Millionen Euro. Der Mitarbeiterstand in der WKÖ betrug 2013 789 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter(in Vollzeitäquivalenten). Dieser Personalstand umfasst auch an die 90 Vollzeitäquivalente, welche etwa befristet (z. B. Internationalisierungsoffensive) oder für bestimmte Ausbildungsprogramme aufgenommen sind. Zum Vergleich: 2002 betrug der Personalstand in der WKÖ 769 Vollzeitäquivalente.

Das Aufkommen der Kammerumlagen I und II betrug 2013 österreichweit in allen zehn Wirtschaftskammern 497,5 Millionen Euro. Von allen 10 Wirtschaftskammern wurden 2013 3812 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (in Vollzeitäquivalenten) beschäftigt. Die zehn Wirtschaftskammern haben in der Vergangenheit nicht nur die Kammerumlagen um insgesamt 30 Prozent gekürzt, sie haben auch die Zahl der Fachorganisationen - etwa durch Zusammenlegungen - um rund 30 Prozent vermindert. In den vergangenen Jahren startete ein Synergieprojekt, wo in 30 Teilprojekten insgesamt ein nachhaltiger Synergieeffekt von 10 Millionen Euro jährlich erzielt wird. Dieses Geld wird dazu verwendet, um ab heuer flächendeckend für Österreichs Jugend einen Talentecheck samt Berufsberatung zu finanzieren.

In den Rechnungsabschlüssen 2013 der 10 Wirtschaftskammern sind als Vorsorge für Altersvorsorge und Abfertigungen 61,8 Millionen Euro ausgewiesen. Der größte Anteil entfällt dabei auf die Pensionsfondsbeiträge, die der Finanzierung des bereits 1998 abgeschafften Altpensionssystems dienen. In diesen Altverträgen gab es - in Analogie zum öffentlichen Dienst - fixe Pensionszusagen in Abhängigkeit vom Letztbezug. Derzeit befinden sich noch 1300 Personen in diesem Alt-Pensionssystem. 1999 wurde statt dem teuren Alt-Pensionssystem eine zeitgemäße, beitragsorientierte Pensionskasse errichtet. Seit 1.1.2012 bekommen neueintretende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keinerlei Pensions-Zusagen oder Pensions-Zuschüsse mehr. (RH)

Rückfragen & Kontakt:

WKÖ-Generalsekretärstellvertreter Dr. Herwig Höllinger
Tel.: Tel.: 05 90 900-4083
herwig.hoellinger@wko.at

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