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Grüne: Finanzminister muss Erlass über Versteuerung der Spirale zurücknehmen

Aslan/Mückstein: Familienplanung darf keine Frage des Einkommens sein

Wien (OTS) - Verhütungsmittel wie die Spirale sind eine Errungenschaft für Frauen und ihre Selbstbestimmungsrechte. Die Spirale ist ein sicheres und beliebtes Verhütungsmittel und eine Verteuerung wäre ein Rückschritt bei der Verhinderung von Schwangerschaftsabbrüchen.
"Bereits jetzt ist die Spirale mit rund 250 bis 500 Euro, je nach Wirkungsdauer, ein teures Verhütungsmittel. Eine Verteuerung der Spirale würde vor allem junge und einkommensschwache und/oder sozial benachteiligte Frauen empfindlich treffen", kritisiert die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein.
"Die Steuerfreiheit ist ein wichtiger erster Schritt zu einem möglichst günstigen Zugang zu Verhütungsmitteln und darf nicht zurückgenommen werden. Die Grünen schließen sich daher der Ärztekammer an und fordern das Finanzministerium auf, den Erlass zur Besteuerung von Verhütungsmitteln, für die es den Eingriff eines Frauenarztes/einer Frauenärztin braucht, zurückzunehmen."

"Nur wenn Frauen Zugang zu Gesundheitsangeboten und Information haben, kann eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung garantiert werden" ergänzt die Frauensprecherin der Grünen, Berivan Aslan.
"Leistbare Verhütung und ein offener Sexualkundeunterricht an Schulen sind grundlegende Bausteine zur Vermeidung von ungewollten Schwangerschaften. Verhütung und Aufklärung sind der Schlüssel, um selbstbestimmte Sexualität zu ermöglichen", stellt Aslan klar.

Dass sichere Verhütung in Österreich auch eine Frage des Geldes ist, zeigte der österreichische Verhütungsreports. Die Befragten gaben an, sie würden besser verhüten, wenn die Kosten dafür sinken. Mit diesen Ergebnissen sieht Aslan eine langjährige Grüne Forderung bestätigt. "Österreich sollte den Standard vieler europäischer Länder übernehmen: Verhütungsmittel gratis zugänglich machen und die Kosten für Schwangerschaftsabbrüche nicht auf Betroffene überwälzen. Verhütung darf keine Frage der Einkommenshöhe sein", meint Aslan abschließend.

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