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APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker - Faymann, Mitterlehner und Strache aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 13.02. bis 19.02.2015 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche erneut Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ). Nach seinem Treffen mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras wurde Faymann vergangene Woche in einer anderen Angelegenheit außenpolitisch aktiv:
Beim Gipfeltreffen der EU-Regierungschefs in Brüssel wandte er sich an den britischen Premier David Cameron und überreichte ihm einen Brief, in dem er gegen den geplanten Bau des Atomkraftwerks Hinkley Point C in Großbritannien protestiert. Das Gesprächsklima zwischen den beiden Regierungschefs wurde von Mitarbeitern als "unterkühlt" bezeichnet. Cameron sagte, er fühle sich (durch die angekündigte Klage) "von Österreich bedroht" und sehe die Wahl der Energiequellen in der Eigenverantwortung der Staaten selbst.
Entschiedene Kritik an Faymanns außenpolitischer Performance übte kurz darauf ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka in einem "Standard"-Interview. Durch das "ständige Schielen nach dem Wiener Boulevard" sei dem Bundeskanzler jeglicher außenpolitischer Weitblick abhandengekommen, konstatierte Lopatka, der auch Faymanns Ambivalenz in Bezug auf das geplante TTIP-Handelsabkommen zwischen der EU und den USA kritisierte. In wirtschaftlicher Hinsicht stellte WKÖ-Präsident Christoph Leitl dem Bundeskanzler bei seiner Aschermittwochsrede ein schlechtes Zeugnis aus: Seine Einschätzung vom "abgesandelten" Wirtschaftsstandort Österreich sei noch zu optimistisch gewesen, so Leitl. Faymann habe "Österreich schlecht gemacht" und solle daher über eine "Unvermögenssteuer" nachdenken.

Als Neueinsteigerin der Woche positionierte sich Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) auf Platz neun im Ranking. Komplikationen gab es vergangene Woche erneut bei den technischen Abläufen der Zentralmatura. Der Server war von der Datenfülle, die beim Hochladen der "Vorwissenschaftlichen Arbeiten" von tausenden AHS-Maturanten entstand, überfordert, Schüler bekamen Fehlermeldungen. Heinisch-Hosek kündigte daraufhin in einer Aussendung "sofortige Konsequenzen" an, womit die personelle Aufstockung des Projektteams sowie die Kündigung der Verantwortlichen gemeint war. Gegen die mit der technischen Umsetzung betraute Firma prüfe man rechtliche Schritte, denn Kapazität und reibungsloser Ablauf seien vertraglich zugesichert worden. "Ich verstehe die Verunsicherung", sagte Heinisch-Hosek. "Die Stresssituation rund um die Matura ist grundsätzlich intensiv, und sich dann auch noch mit EDV-Problemen herumzuschlagen, darf nicht passieren." Mit diesen Eingeständnissen will sich die Opposition nicht zufrieden geben: Die neue Zentralmatura sei "dermaßen eine Katastrophe" sagte Grünen-Chefin Eva Glawischnig in der ORF-Pressestunde. Die Bildungsministerin hält sie für "rücktrittsreif".

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