Zum Inhalt springen

ÖH zu fehlender Transparenz bei Drittmittelfinazierung

Mitterlehners Antworten demokratie- und neutralitätspolitisch bedenklich

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) übt scharfe Kritik bezüglich den fehlenden Transparenz-Bestimmungen von Drittmittelfinazierungen. Österreichische Hochschulen haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Forschungsaufträge durch das US-Verteidigungsministerium erhalten. Das geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hervor. Besonders problematisch sieht die ÖH die uneinheitliche Vorgangsweise seitens des Ministeriums, insbesondere gegenüber den Fachhochschulen. "Das ist skandalös. Dieses Vorgehen greift nicht nur die Unabhängigkeit der Forschung an, sondern verweigert umfassende Transparenz und Kontrolle", sagt Viktoria Spielmann vom Vorsitzteam der ÖH.

Laut einem Artikel der "Wiener Zeitung" handelt es sich hierbei um 8,8 Mio Euro seit 2009. Während Ergebnisse der Universitäten offen gelegt werden, macht Mitterlehner keine Angaben über die Projekte der Fachhochschulen. Das Ministerium sei nicht berechtigt sich diese Informationen einzuholen. "Dass Forschung verdeckt gehalten wird, ist unserer Meinung nach ohne Grundlage. Besonders wenn bedacht wird, dass sich die Fachhochschulen zum Großteil aus öffentlichen Geldern finanzieren", so Spielmann.

Besonders kritisch sieht die ÖH die Drimittelfinanzierung militärischer Forschungsprojekte. "Geheime militärische Forschung ist nicht nur demokratiepolitisch sehr bedenklich. Hinzu kommt, dass Mitterlehners Antwort kaum Bezug auf die Bedeutung der österreichischen Neutralität nimmt", sagt Spielmann.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Emir Dizdarevic
Pressesprecher
Tel.: +43/676/888522-11
emir.dizdarevic@oeh.ac.at
https://www.oeh.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0001