Gedenktafel-Schändungen - Freiheitskämpfer/innen mahnen: Erinnerung an abscheuliche Taten des Nationalsozialismus wachhalten

Bundesvorsitzender Schwantner appelliert, rechtsextreme Vorfälle oder Hinweise darauf sofort der Exekutive zu melden

Wien (OTS/SK) - Der Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen ist tief bestürzt über die Schändung von Gedenktafeln in Wien Hietzing und in Salzburg sowie von 250 jüdischen Gräbern in Frankreich vor zwei Tagen. Freiheitskämpfer/innen-Bundesvorsitzender Johannes Schwantner mahnt: "Gerade wir als Freiheitskämpfer wissen, wie wichtig es ist, die Erinnerung an die abscheulichen Taten des Nationalsozialismus wachzuhalten und aktiv daran zu arbeiten, dass wir niemals wieder in die Zeit der menschenverachtenden Barbarei zurückfallen." Die Gedenktafeln seien Mahnrufe und Erinnerungssteine, Plätze um innezuhalten und zu verdeutlichen, dass in den Gebäuden und Orten nicht weit von uns entfernt furchtbare Verbrechen geschehen sind. "Sie sind Mahnmale dafür, dass niemand persönliche Verantwortung delegieren darf und kann!", so Johannes Schwantner am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Für Schwantner ist klar: "Ein Hakenkreuz auf einen jüdischen Grabstein oder auf eine antifaschistische Gedenktafel zu sprühen, muss bei der Bevölkerung sofort die sprichwörtlichen Alarmglocken läuten lassen. Wir rufen die Bevölkerung auf, beobachtete Vorfälle jeglicher rechtsextremer Art oder entsprechende Hinweise der Exekutive zu melden!"

"Wer hier von Lausbubenstreichen spricht, dem gebe ich gerne persönlich eine Nachhilfestunde in Geschichte", so Schwantner, der Polizei und Justiz auffordert, mit harter Hand gegen diese rechtsextremen Umtriebe vorzugehen. "An die Bevölkerung appelliere ich eindringlich: Wer solche Schändungen zulässt, wird selbst zum Mittäter! Wir sind es den Opfern schuldig, ihr Andenken zu wahren. Uns selbst und unseren Kindern und Kindeskindern sind wir es schuldig, weiter mit voller Kraft gegen rechtsextreme und extremistisch-menschenverachtende Strömungen zu kämpfen. Gehen wir gemeinsam gegen die Besudelung unserer Gedenkstätten vor."

Hintergrund: In Wien wurde eine Gedenktafel beim Gymnasium in der Fichtnergasse und in Salzburg eine Gedenktafel an der Fassade der St.-Michaels-Kirche am Residenzplatz, die an die Bücherverbrennung 1938 erinnert, geschändet. (Schluss) bj

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