Studien belegen hohe Mitarbeiterzufriedenheit

WKÖ-Gleitsmann: Wirtschaftslage setzt Unternehmen wie Mitarbeiter unter Druck

Wien (OTS/PWK111) - Dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Druck auf alle - Arbeitnehmer wie Arbeitgeber - steigt, ist unabänderlich. "Derzeit herrscht angespannte Stimmung und Verunsicherung, das schlägt sich klarerweise auch in Befragungen der Betriebsräte wider. Doch ein Krankreden oder Dramatisieren der Situation hilft niemandem", so Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer Österreich, in Bezug auf die heute AK-Aussendung. "Fakt ist: Die Dienstgeber in unserem Land nehmen ihre Verantwortung für Mitarbeiter wahr und sorgen für ein gutes Arbeitsumfeld. Das belegen verschiedene Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit." So liegen die Österreicher nach dem European Working Conditions Survey (EWCS) in der Arbeitszufriedenheit an fünfter Stelle - unter 34 europäischen Ländern. Nach dem Flash Eurobarometer 398 der Europäischen Kommission vom April 2014 liegt Österreich in der EU hinter Dänemark sogar an zweiter Stelle bei der Mitarbeiterzufriedenheit. Demnach freuen sich 92% der Österreicher über einen sicheren und gesunden Arbeitsplatz.

"Wir befinden uns in der längsten Wirtschaftsflaute der Nachkriegszeit. Das vierte Jahr in Folge stagniert die Wirtschaft, das Umfeld bleibt unsicher. Dennoch versuchen Österreichs Unternehmen, das Beste daraus zu machen und steigern sogar Jahr für Jahr die Beschäftigung", betont Gleitsmann.

Die von Kaske angesprochene Evaluierung psychischer Belastungen ist in der flächendeckenden Umsetzung. Der Prozess sei aber, stellt Gleitsmann klar, besonders für Kleinunternehmen nicht einfach vom Papier in die Tat umzusetzen. "Viele Maßnahmen, die von Betrieben eingefordert werden, erfordern zeitliche und administrative Ressourcen. Überforderungen oder gar Strafandrohungen sind hier nicht hilfreich und daher strikt abzulehnen", kritisiert Gleitsmann und betont, dass die zuständigen Institutionen wie Arbeitsinspektorat und AUVA zur Unterstützung der Betriebe bereit stehen sollten. (PM)

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