Heinisch-Hosek: Wir lassen nicht zu, dass Frauenrechte mit Füßen getreten werden

Spannende Diskussionen und interaktives Lernen bei der Johanna-Dohnal Frauenenquete im ega-frauen-im-zentrum

Wien (OTS/SK) - "Wir müssen patriarchale Strukturen durchbrechen", sagte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek bei der Johanna-Dohnal-Frauenenquete "Selbstbestimmt statt fremdbeherrscht" am Samstag, im ega-frauen-im-zentrum. Die Enquete, die in Zusammenarbeit der SPÖ-Frauen, der Wiener SPÖ-Frauen mit den Jugendorganisationen Sozialistische Jugend, Verband Sozialistischer StudentInnen, Aktion kritischer SchülerInnen, Junge Generation, FSG-Jugend und Rote Falken heuer zum zehnten Mal veranstaltet wurde, ist heuer erstmals Johanna Dohnal gewidmet, die am 14. Februar ihren Geburtstag gefeiert hätte.****

"Frauenrechte werden gerade jetzt wieder mit Füßen getreten. Dagegen setzen wir uns zur Wehr", sagte Heinisch-Hosek. "In diesem Sinne ist es ein wichtiges Zeichen, das die Enquete Johanna Dohnal gewidmet ist, die in ihrem Kampf für Selbstbestimmung und Unabhängigkeit wichtige Errungenschaften für Frauen durchgesetzt hat." So ist die Fristenregelung Anfang 1975 in Kraft getreten. Heute, 40 Jahre später, wird sie immer noch in Frage gestellt und die Forderungen der SPÖ-Frauen sind aktuell wie eh und je: Bundesgesetzliche Regelungen zur Errichtung von Schutzzonen, gleicher und leistbarer Zugang zu den Landeskliniken, umfassende Sexualerziehung an allen Schulen und sachliche Information über Empfängnisverhütung in den Medien.

Bayr - Ein Zeichen gegen Gewalt setzen

SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung Petra Bayr bedankte sich bei den TeilnehmerInnen der Enquete und erklärte, wie wichtig es sei, dass junge Menschen ihr Recht auf Selbstbestimmung verteidigen. Weltweit ist jede dritte Frau in ihrem Leben von Gewalt betroffen. 140 Millionen Mädchen und Frauen wurden Opfer von genitaler Verstümmelung. Täglich werden etwa 39.000 Mädchen unter 18 Jahre verheiratet, beinahe ein Drittel dieser Mädchen ist unter 15 Jahre alt. Bayr wies auf die Aktion #showyourselfie der Organisation "United Nations Population Fund" hin, die in den vergangenen Monaten dazu aufrief, in sozialen Netzwerken ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen. "1,8 Milliarden Menschen sind derzeit zwischen 10 und 24 Jahre alt. Sie sind es, die in Zukunft bestimmen werden, ob Frauen eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben haben", sagte Bayr. Eröffnet wurde die Enquete von SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner und der Wiener Frauensekretärin Nicole Berger-Krotsch. Am Nachmittag fanden Workshops zu den Themen Fristenregelung, Sexualität, Queer Theory, Gender Medizin, Sexualpädagogik und Sexuelle Belästigung statt. (Schluss) sc

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