Stronach/Steinbichler: Dumpingexporte bedrohen Existenz der österreichischen Milchbauern

Entschädigung für getätigte Quotenkäufe gefordert

Wien (OTS) - "Die Jubelmeldungen von Agrarminister Rupprechter angesichts der hohen Exportzahlen bei österreichischen Milch- und Käsereiprodukten sind fehl am Platz, denn in Wahrheit ist die Situation zum Heulen. Die große Nachfrage besteht deshalb, weil unsere weltweit ausgezeichneten Käsespezialitäten zu Dumpingpreisen verschleudert werden. So groß können die Löcher im Käse gar nicht sein, um das zu kompensieren", kritisiert Team Stronach Agrarsprecher Leo Steinbichler. Der Beitrag zu diesem fragwürdigen Exporterfolg seitens AMA und Ministerium sei nicht der Rede wert, so Steinbichler. Er fordert "eine Verlängerung der Milchquote zur Rettung der kleinstrukturierten österreichischen Milchwirtschaft oder zumindest eine Entschädigung für die getätigten Quotenkäufe."

Die Beantwortung einer Anfrage des Team Stronach durch das Lebensministerium hat ergeben, dass österreichischer Qualitätskäse im Jahr 2013 um 1,23 Euro/Kilo nach Rumänien und um 2,15 Euro/Kilo nach Ungarn exportiert wurde. Ein rentabler Preis für ein Kilo Käse müsste eigentlich 8 Euro betragen, erklärt Steinbichler. Laut Angaben des Lebensministeriums erhielt ein Milchbauer im Jahr 2013 für 10 Liter Milch jedoch gerade einmal 3,7 Euro. Den in der Milchwirtschaft arbeitenden Betrieben bleibe nicht genug übrig, damit sich ihre Arbeit überhaupt noch lohne, beklagt Steinbichler. Dem Auslaufen der Milchquote im März blickt der Abgeordnete und Landwirt mit großer Sorge entgegen und fordert Minister Rupprechter auf, sich für eine Verlängerung der Milchquote einzusetzen. "Sonst droht ein massives Hofsterben auch in der Milchwirtschaft!", warnt Steinbichler.

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