"Kulturmontag" am 16. Februar: Deix-Comeback, Albertina-Ausstellung und Muliars Familienerzählungen

Um 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Ein breitgefächertes Themenangebot präsentiert der von Martin Traxl moderierte "Kulturmontag" am 16. Februar 2015, um 22.30 Uhr in ORF 2: Im Rahmen eines Sendungsschwerpunkts zu 70 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg berichtet das Magazin u. a. über Markus Muliars Erinnerungen an den berühmten Fritz Muliar, dessen Weltkriegserlebnisse und die schwierige Enkel-Großvater-Beziehung. Zu Wort kommt auch der nach seiner gesundheitlichen Krise wiedergenesene Manfred Deix, der mit einem neuen Karikaturenband ganz neue Seiten seiner künstlerischen Persönlichkeit zeigt. "Von der Schönheit der Natur - Die Kammermaler Erzherzog Johanns" lautet der Titel einer demnächst eröffnenden Albertina-Ausstellung, die der "Kulturmontag" zum Anlass nimmt, auf die Spuren des habsburgischen Revoluzzers zu gehen.

Neues von Manfred Deix - Der Wiedergenesene im Gespräch

Die berühmten Karikaturen des Manfred Deix funktionieren wie ein magischer Spiegel: In ihnen erkennen die Menschen immer nur den Nachbarn, nie sich selbst. Doch jetzt - kurz vor dem 66. Geburtstag und nach einer schweren gesundheitlichen Krise - zieht der Künstler andere Seiten auf. Seine neuen, fast zärtlich anmutenden Zeichnungen - ein Hauch von Melancholie in Aquarell -, versammelt in einem eben erschienenen Buch, sind keine Auftragswerke, sondern freie Arbeiten. Der "Kulturmontag" bittet den Wiedergenesenen zum Gespräch.

Erzherzog Johanns Kammermaler - Dem habsburgischen Revoluzzer auf der Spur

Er schlug sich auf die Seite der Unterdrückten, förderte die Künste, begründete Institutionen von Weltrang und ließ sein rebellisches Herz, das für die Bürgerstochter Anna Plochl schlug, auch durch staatliche Räson nicht zum Schweigen bringen, was ihn schließlich die Thronfolge kostete: Erzherzog Johann von Österreich. Sein Engagement als Kunstmäzen würdigt demnächst die Albertina mit der Ausstellung "Von der Schönheit der Natur" mit 150 Meisterwerken der österreichischen Aquarellmalerei - von Jakob Gauermann über Matthäus Loder bis Thomas Ender, die als Kammermaler Johanns die alpenländischen Regionen, vor allem des Herzogtums Steiermark, verewigen sollten. Der "Kulturmontag" begibt sich auf die Spuren des Habsburgers - unter anderem in das Meran-Haus in Bad Aussee, das bis heute im Besitz seiner Nachkommen ist.

Markus Muliars Familiengeschichte über seinen Großvater Fritz -Kriegserlebnisse und Tagebücher des Publikumslieblings

Man kannte Fritz Muliar als vielsprachigen, wortgewaltigen Urkomödianten, der "goschert sein" als seine erste Bürgerspflicht betrachtete. Wenn der Volksschauspieler aber die familiäre Bühne betrat, herrschte oft Schweigen, das vor allem seinen Enkel Markus zu erdrücken schien. Der Großvater wollte einen Teil aus seinem Leben drängen, den er nie verkraftet hatte: die Jahre in NS-Haft wegen "Wehrkraftzersetzung", die Jahre an der Front, das Grauen des Krieges. Das wurde dem Enkel aber erst viel später bewusst, als er über Umwege in den Besitz der privaten Aufzeichnungen seines Großvaters gelangte und allmählich zu begreifen begann: Die Katastrophe Krieg in ihrer Unfassbarkeit doch ein wenig begreiflich zu machen hat er sich zum Ziel gesetzt. "Damit wir uns verstehen! Mein Großvater und ich" heißt Markus Muliars höchstpersönliche biografische Familienerzählung, die demnächst erscheint. Der "Kulturmontag" stellt sie vor.

Der "Kulturmontag" - produziert in HD - wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

Das gesamte TV-Angebot des ORF - ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + - ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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