Gewerkschaft vida: Faire Arbeitsbedingungen statt Scheinselbstständigkeit bei 24-Stunden-Pflege

Finanzierungsfrage nicht auf dem Rücken der Beschäftigten austragen!

Wien (OTS) - Die Gewerkschaft vida erneuert ihre Forderung nach einem Ende der 24-Stunden-Betreuung auf selbstständiger Basis. "Wir wollen die 24-Stunden-Betreuung nicht abschaffen, aber wir fordern, dass die Beschäftigten zu fairen und legalen Bedingungen arbeiten können und entsprechend entlohnt werden. Die Pflegekräfte sollen bei Vereinen angestellt sein und nicht in eine Scheinselbstständigkeit gedrängt werden", so Willibald Steinkellner, stellvertretender vida-Vorsitzender.++++

Derzeit ist bei den selbstständigen PersonenbetreuerInnen weder die Einhaltung der gesetzlich vorgesehenen Lohn- noch der Arbeitsbedingungen sichergestellt, kritisiert Steinkellner: "Hier wurden ArbeitnehmerInnen zweiter Klasse geschaffen, die durch die angebliche Selbstständigkeit zum Verzicht auf sozialrechtliche Absicherung und kollektivvertragliche Entlohnung gezwungen werden." Das Argument, wonach 24-Stunden-Betreuung bei einer Anstellung der Pflegekräfte deutlich teurer würde, weist der Gewerkschafter zurück:
"Es kann nicht sein, dass die Frage der Finanzierung auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird. Einmal mehr bekräftige ich die Forderung nach einer solidarischen Finanzierung der Pflege über Einnahmen aus vermögensbezogenen Steuern."

Ein weiteres Hauptanliegen der Gewerkschaft vida bleibt die gesetzliche Verankerung einer Ausbildung zum Schutz der Pflegebedürftigen, aber auch der Beschäftigten: "Unser Ziel war und ist es, Pflege und Betreuung zu verbessern, sowohl aus Sicht der betreuenden Personen als auch aus Sicht der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen", so Steinkellner abschließend.

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