50 Flüchtlinge besuchen Tanzkurs und sind zum 21. Wiener Flüchtlingsball eingeladen

Gemeinsame Aktion von Samariterbund Wien und Volkshilfe Wien auf Initiative von stv. SPÖ-Rathausklubvorsitzender Gemeinderätin LAbg. Mag.a Tanja Wehsely

Wien (OTS) - Die stv. Vorsitzende des SPÖ-Rathausklubs, Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete Tanja Wehsely, hatte die Idee - und der Wiener Samariterbund sowie die Volkshilfe Wien sind mit Engagement dabei: 50 Flüchtlinge aus Einrichtungen der beiden Organisationen werden am 21.2.2015 zum 21.Wiener Flüchtlingsball in das Rathaus eingeladen. Zur Vorbereitung gab es auch noch einen kleinen Tanzkurs, den der Samariterbund organisierte. Die Stadträtinnen Sandra Frauenberger (Integration) und Sonja Wehsely (Gesundheit und Soziales) unterstützen die Aktion.

Den Tanzkurs nützte Tanja Wehsely für die Übergabe der vom SPÖ-Rathausklub gespendeten Ball-Eintrittskarten. Die drei Politikerinnen werden die Flüchtlinge vor dem Ball zudem zu einem kleinen Umtrunk im SPÖ-Klub einladen, bevor alle gemeinsam zum Ball gehen. Die Flüchtlinge bedankten sich bei den Damen mit je einem Bildband "unerwünscht", der in Fotos und Geschichten den oft bedrückenden Alltag von Flüchtlingen und AsylwerberInnen, aber auch ihre Träume und Hoffnungen aufzeigt. Das Buch entstand aus einer Aktion der Jungen Volkshilfe mit der Fotoschule Wien.

Damit die Flüchtlinge passend eingekleidet sind, stellte die Volkshilfe Wien gemeinsam mit der Volkshilfe Beschäftigung gespendete Kleidung zur Verfügung. Für die Volkshilfe Wien organisieren die Junge Volkshilfe und die Abteilung Integration und Interkulturarbeit die Aktion und begleiten die Flüchtlinge ebenfalls zum Ball.

Integration mit Freude

"Tanzen steht für pure Lebensfreude. Genauso muss Integration stattfinden - mit Freude für alle Beteiligten", betont Tanja Wehsely:
"Wien ist weltweit bekannt für seine Ballkultur, da liegt es auf der Hand, dass wir gemeinsam einen Ball besuchen. Beim Wiener Flüchtlingsball verschmelzen verschiedene Kulturen miteinander - ich zeige etwas von meiner Kultur und erfahre etwas über andere. Bei diesem wechselseitigen Prozess der Integration darf ruhig das Tanzbein geschwungen werden!"

Tanzen als gemeinsame Freude ist auch für Oliver Löhlein, Geschäftsführer der Samariter Wien, Motivation für die Unterstützung der Aktion: "Tanzen ist eine universelle Sprache, die überall auf der Welt verstanden wird und die verschiedensten Kulturen verbindet. Für die Flüchtlinge unserer Einrichtungen ist es eine wunderbare Gelegenheit, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen und einfach mal einen Abend Spaß zu haben. Und wir freuen uns sehr, dass sich die ehemalige Turniertänzerin Brigitte Scholz bereit erklärt hat, den Flüchtlingen einen Crash-Kurs im Wiener Walzer zu geben", bedankt er sich.

Ein Lichtblick im schwierigen Dasein

"Aus Angst um Leib und Leben fliehen viele Menschen aus ihrer früheren Heimat. Nach beschwerlichen und gefährlichen Reisen kommen sie in Österreich an, sind hier - und warten", erklärt Stephan Amann, Leiter der Abteilung Integration und Interkulturarbeit bei der Volkshilfe Wien: "Oft jahrelang müssen sie auf ihren Asylbescheid warten, ohne hier arbeiten zu dürfen. Das erzwungene Nichtstun ist schwer zu ertragen und nagt am Selbstvertrauen. Umso wichtiger ist es, dass sie erfahren, dass ihr Leid vielen Menschen nicht egal ist. In unseren Einrichtungen helfen viele ehrenamtlich mit, etwa als DeutschlehrerIn, als Kinder-Kreativ-BetreuerIn oder GemeinschaftsgärtnerIn, viele helfen mit Spenden - wie die SP Wien mit den Ball-Karten. Auch das ist wichtig, dass die Flüchtlinge erleben, dass ihnen hier jemand einfach eine Freude machen will!"

"Gemeinsame Aktivitäten stellen für die BewohnerInnen der Flüchtlingseinrichtungen immer einen Höhepunkt in ihrem Alltag dar -ob das gemeinsame Ausflüge ins Grüne, auf den Fußballer-Rasen oder in ein Museum sind", ergänzt der Leiter der Jungen Volkshilfe, Emil Diaconu: "Aber der Besuch eines Balls ist für alle etwas ganz besonderes. Wir sind sehr dankbar für die fantastische Möglichkeit und sind uns sicher, dass es für alle Beteiligten ein unvergesslicher Abend wird."

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