FPÖ-Walter Rosenkranz: Vorwissenschaftliche Arbeit - wie viel Schülerverunsicherung ist genug?

Ärger auch weiterhin mit Mangel an Vorbereitungsstunden

Wien (OTS) - Am Tag der Abgabefrist für die Vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) zeigt FPÖ-Bildungssprecher und Obmann des parlamentarischen Unterrichtsausschusses NAbg. Dr. Walter Rosenkranz weitere Baustellen bei der "Zentralmatura" auf: "Die Serverprobleme beim Hochladen der Vorwissenschaftlichen Arbeiten sind nicht das letzte, was bei der Zentralmatura schiefgeht. Wie wir seit dem letzten Unterrichtsausschuss wissen, ist im Zusammenhang mit der VWA auch nicht einmal klar, wie viel die Maturanten genau schreiben müssen: Verlangt werden nämlich Laut 'Reifeprüfungsverordnung' 40.000 bis 60.000 Zeichen inklusive Leerzeichen und exklusive Vorwort, Inhalts-, Literatur- und Abkürzungsverzeichnis." Bei den Fußnoten gebe es hingegen widersprüchliche Informationen aus dem Ministerium, so Rosenkranz.

"Auf der Seite www.ahs-vwa.at stand in der Rubrik 'FAQ' bis Anfang 2015 zur Frage der Fußnoten gar nichts, seit Jänner gibt es die Frage 'Sind Fußnoten bei der Ermittlung der Textlänge zu berücksichtigen?' mit der Antwort 'Quellenangaben sind wie das Literaturverzeichnis zu behandeln, also nicht mitzuzählen' und seit dem letzten Unterrichtsausschuss ist die Antwort ergänzt worden um den Zusatz, dass die Fußnoten, sofern es sich um Erläuterungen handelt, in die 40.000 bis 60.000 Zeichen schon eingerechnet werden dürfen", so Rosenkranz. Sinngemäß habe sich auch Sektionschef Dorninger zur Frage geäußert.

"Im Ausschuss meinte Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek zu www.ahs-vwa.at lapidar, es interessiert sie nicht, was auf einer privaten Homepage steht - nicht wissend, dass der Betreiber dieser Seite das BMBF, Abteilung L I/3, selbst ist", stellt Rosenkranz fest. "Eine Klarstellung, was tatsächlich gilt, hat es jedenfalls erst im Unterrichtsausschuss und auf Drängen der Opposition gegeben. Die Interpretation des BMBF erfolgte zum doppelten Nachteil der Schüler, dass Fußnoten nicht generell mitgezählt werden dürfen, sondern nur, wenn sie Ergänzungen enthalten - und außerdem für viele Maturanten viel zu spät, nur wenige Tage vor Ende der Abgabefrist!"

Auch das Problem der unzureichenden Vorbereitungsstunden für die mündliche Matura ist noch immer nicht gelöst: "Im größten BORG von Österreich, in Linz, sollen beispielsweise in insgesamt nur vier(!) klassenübergreifenden Stunden zehn Parallelklassen mit neun Fachzweigen auf die mündliche Matura vorbereitet werden. Wie viel da weitergeht, kann man sich vorstellen. Das zeigt, welchen Stellenwert die Matura im Unterrichtsministerium anscheinend hat", übt Rosenkranz auch hier scharfe Kritik. "Bisher dilettiert man sich im BMBF bei der Zentralmatura jedenfalls von einer Katastrophe zur nächsten, damit muss endlich einmal Schluss sein", fordert Rosenkranz, der auch seine generelle Ablehnung gegenüber den Vorwissenschaftlichen Arbeiten festhielt: "Wissenschaftliches Arbeiten gehört an die Universität!"

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