Demenzbericht 2014: Erkrankungen nehmen stark zu

Bis 2050 wird sich der Anteil der Demenzerkrankten verdoppeln! Auf diese Herausforderung hat Hilfswerk schon im Vorfeld reagiert: Seit Anfang 2015 gibt es Demenzbeauftragte.

St. Pölten (OTS) - Das Gedächtnis lässt nach. Man vergisst häufig etwas. Das Verrichten einfacher, vertrauter Dinge fällt immer schwerer. Das können Anzeichen einer beginnenden Demenz sein. Auf Grund der zunehmenden Lebenserwartung steigen auch die Zahlen im Bereich der Alterserkrankungen massiv. Das gilt insbesondere für die Demenz. Laut dem gestern präsentierten Demenzbericht 2014 des Gesundheits- und Sozialministeriums leben in Österreich bis zu 130.000 Menschen mit Demenz. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Anzahl der Demenzerkrankte nahezu verdoppeln!

Demenzbeauftragte für jeden Bezirk. "Auf diese Entwicklung haben wir schon im Vorfeld reagiert. 20 diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger/innen wurden im letzten Jahr speziell ausgebildet", bekräftigt NÖ Hilfswerk-Präsidentin Michaela Hinterholzer. In Niederösterreich gibt es seit Anfang 2015 Demenzbeauftragte (eine/r in jedem Bezirk), die kompetent zum Thema Demenz beraten können. Denn je früher der Verdacht einer Demenz abgeklärt wird, desto eher kann in Kooperation mit dem Arzt mit der individuellen Therapie begonnen werden. Bei der Behandlung stehen die Fähigkeiten der/des Erkrankten im Mittelpunkt. Ziel ist es, dass die/der Betroffene Erfolgserlebnisse hat. Die Behandlung trägt zur Verbesserung der Lebensqualität und zur längeren Erhaltung der Selbstständigkeit bei. Die Angehörigen werden entlastet und durch das Wissen um die Demenz können Hilflosigkeit und soziale Isolation vermieden werden.

Der Krankheitsverlauf. Zu Beginn verschlechtern sich Gedächtnisleistung, Denkvermögen, Sprache und praktisches Geschick. Dann werden die persönlichen Beeinträchtigungen stärker. Das Verrichten alltäglicher Arbeiten fällt schwerer. Im fortgeschrittenen Stadium werden eine ständige Beaufsichtigung und eine intensive Betreuung notwendig. Demenzerkrankungen gehören zu den wesentlichen Ursachen für Pflegebedürftigkeit. 80 Prozent der Personen mit Demenzerkrankungen leben laut Schätzung der österreichischen Alzheimer-Gesellschaft zu Hause und werden von Angehörigen betreut. Eine frühzeitige Diagnose und eine individuelle Therapie sind von großer Bedeutung, um den Krankheitsverlauf der grundsätzlich nicht heilbaren Demenz effektiv zu bremsen.

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