Europa braucht TTIP, um Wirtschaft der Zukunft zu gestalten

TTIP als historische Chance für den Mittelstand in der veränderten Weltwirtschaft. Transparenz und Aufklärung statt Populismus bei AmCham Austria-Diskussion gefordert

Wien (OTS/LCG) - "TTIP soll Wachstum fördern und Kosten senken. Im EU-Schnitt liegt die Zustimmung bei 58 Prozent, in Deutschland und Österreich allerdings deutlich darunter. Wir müssen aufklären und Ängste nehmen: Die Debatte muss versachlicht werden, um den Populismus im Keim zu ersticken", begrüßte Walter Rothensteiner als erster Vizepräsident der Deutschen Handelskammer in Österreich Donnerstagmittag in der Raiffeisen Zentralbank. Auf Einladung der AmCham Austria - American Chamber of Commerce diskutierten US-Botschafterin Alexa Wesner, Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, Nationalratsabgeordneter Wolfgang Pirklhuber, AmCham Austria-Präsident Norbert B. Lessing und BMW-Generalbevollmächtigter Maximilian Schöberl über die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft und deren Chancen für Deutschland und Österreich.

Exportnation Österreich profitiert überproportional von TTIP

"Das globale Handelssystem beruht auf der Zusammenarbeit Europas mit den Vereinigten Staaten. TTIP bietet die historische Chance, Akzente für die veränderte Weltwirtschaft zu setzen und neue Qualitätsstandards zu schaffen. Arbeitnehmerschutz, Gesundheitsstandards, Umweltschutz und gesicherte Qualität sind die Eckpfeiler für den Wohlstand der Zukunft", betonte Wesner und unterstrich die Bedeutung für Österreich: Schon heute sind hierzulande 30.000 Menschen bei US-amerikanischen Unternehmen beschäftigt und 85.000 Arbeitsplätze sind von Exporten nach Amerika abhängig. TTIP wird bis zu 23.000 neue Arbeitsplätze in Österreich schaffen.

Polemik über Chlorhühner ist fehl am Platz

Über die ablehnende Haltung in Österreich und Deutschland zeigte sich Lessing verwundert: "Polemische Medienberichterstattung über Chlorhühner ist ein deutschsprachiges Phänomen, das die Debatte verunsachlicht. Unsere Wirtschaft ist exportabhängig und hinkt:
Anstatt zu verhindern müssen wir Chancen ergreifen. Sein Appell an die Politik: "Die Politiker müssen den Menschen reinen Wein einzuschenken. Und die Zeit drückt, wenn wir die globale Wirtschaftsordnung noch aktiv mitgestalten wollen."

Europäischer Binnenmarkt ist Vorbild für freien Handel

"TTIP ist überragend wichtig für Europa. Der Wohlstand in Österreich und Deutschland ist abhängig vom Abbau der Handelshemmnisse. Der europäische Binnenmarkt ist ein Erfolgsprodukt, das beispielhaft für den positiven Impuls des freien Handels in einer Wertegemeinschaft ist", betonte Bouffier die Notwendigkeit von TTIP für den Mittelstand. "Die Konzerne agieren bereits global: Google braucht TTIP nicht, um sich den Markt zu regeln. Der Markt der Zukunft sind Daten und es ist im europäischen Interesse uns hier zu behaupten."

Der Mittelstand braucht dringend neue Rahmenbedingungen, um wachsen zu können. Er warnte auch vor den Alternativen: "Europa ist keine Wagenburg, die internationale Standards beeinflussen kann. Wenn wir nicht dabei sind, wird China künftig die Spielregeln vorgeben."

Ohne TTIP sind die Märkte dieser Welt woanders

BMW-Generalbevollmächtiger Schöberl berichtete aus Konzernsicht:
"BMW zahlt 400 Millionen Euro an Zöllen im TTIP-Raum, die deutsche Autoindustrie eine Milliarde. Der Erfolg der deutschen Automobilindustrie begründet sich in der Internationalisierung. Wir kämpfen Seite an Seite mit dem Mittelstand. Wenn wir TTIP nicht zustande bekommen, ist es vorbei: Dann sind die Märkte dieser Welt woanders."

Nationalratsabgeordneter Wolfgang Pirklhuber (G) zeigte sich gewohnt kritisch: "Die Menschen haben Angst, dass die Übermacht der Konzerne über die Demokratien zunimmt."

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