Anliegenbuch ist Ausdruck für das besondere Netz des Gebetes der Orden in der Fastenzeit im JAHR DER ORDEN 2015

Ein quadratisches Buch im Design zum JAHR DER ORDEN wird in mehr als 400 Plätzen der 190 Ordensgemeinschaften in Österreich aufliegen.

Wien (OTS) - "sie BITTEN | wir BETEN" ist das Motto dieser Aktion, die Anliegen, Sorgen und Dankbarkeiten der Menschen "einsammelt". Dieses besondere "Netz des Gebetes" in der Fastenzeit und darüber hinaus ist das besondere Angebot der Ordensleute. Menschen werden eingeladen, "an die Orden, Klöster und Gemeinschaften in ihrer Nähe und Umgebung neu anzudocken."

Orden bilden große spirituelle Gemeinschaft

Für die Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Sr. Beatrix Mayrhofer kommt in dieser Aktion der Kernauftrag aller Ordensleute sehr gut zum Ausdruck: "Geweihtes Leben meint die ungeteilte Hingabe an eine Aufgabe in der Verbundenheit mit einer Gemeinschaft nach den evangelischen Räten Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam. Es geht uns Ordensfrauen und Ordensmänner immer um die Lebenshingabe an Gott. Es ist unsere tägliche und schöne Aufgabe, in der Balance von Arbeit und Beten Menschen mit ihren Sorgen, Nöten und Freuden in diese große spirituelle Gemeinschaft hereinzunehmen, sie mitzunehmen, ins Gebet zu nehmen, sie aufzurichten. Geteilte Sorgen, geteilte Freude und Dankbarkeit lässt uns intensiver Leben und Gott ganz konkret spüren und erahnen. Wir laden Menschen ein, sich unserem großen Netz des Gebetes anzuvertrauen. Wir erheben unsere Stimme zu Gott und ebenso dort, wo es sein muss und Menschen es nicht selber tun können, auch gegenüber der Gesellschaft. Ob es die Frage der Migration und Interkulturalität betrifft oder auch Menschenhandel und Zwangsprostitution. Wir wissen auch von den vielen Formen der Einsamkeit heute. Gott hat jedem Menschen eine unglaubliche Würde gegeben. Unser Gebet und unsere Arbeit stellen wir in den Dienst am konkreten Menschen."

Beten gibt Kraft und schafft Solidarität

Der Vorsitzende der Superiorenkonferenz der Männerorden Abtpräses Christian Haidinger verweist auf die Grundintention zum JAHR DER ORDEN und stellt den gesellschaftlichen Auftrag der Orden in den Mittelpunkt: "In der Vielfalt unserer 190 Gemeinschaften agieren wir bodennah auf Herausforderungen und Schieflagen unserer Zeit, der konkreten Menschen um und mit uns. Wir Orden leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Das passiert nicht nur in Aktionen, Einrichtungen und Werken, sondern in besonderer Weise auch durch das Gebet, die bewusste Öffnung unseres Lebens auf Gott hin. Vielen Menschen wurde das Beten fremd und doch sind wir überzeugt, dass genau darin viel Kraft und Solidarität liegt: Im gemeinsamen Gebet miteinander und füreinander. Die Fastenzeit im JAHR DER ORDEN wollen wir damit prägen, dass wir mit allen Menschen, die sich mit uns verbunden fühlen, dieses spirituelle Netz bilden. Wir nehmen die Anliegen der Menschen ins Gebet herein und unterbrechen dafür täglich mehrmals die Zeit. So schaffen wir Freiraum für Gott, die Welt und die Menschen. Kommen sie und docken sie neu an."

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