Aubauer: Enquete-Kommission diskutierte eindrucksvoll die Realität des Sterbens - Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung gefordert

Vorsitzende der Enquete-Kommission verweist auf eindrucksvolles Bekenntnis der Zivilgesellschaft

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Im Rahmen der parlamentarischen Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" im Parlament, die bisher etwa ein Dreivierteljahr gearbeitet hat, haben hunderte Experten eindrucksvoll aus der Realität der Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase berichtet: Ärzte, Hospizleiter, Schmerzmediziner, Palliativmediziner, Krankenschwestern oder Pfleger haben tausende Menschen in Österreich am Ende ihres Lebens begleitet, erläuterten ihre Erfahrungen und haben auf die entscheidenden Dinge hingewiesen, die es am Lebensende braucht: beste medizinische und menschliche Versorgung, Schmerzen lindern, Ängste nehmen, eine Atmosphäre der Geborgenheit und des Angenommenseins, eine Gesprächskultur über das Sterben selbst, das Wahren von Selbstbestimmung und Würde. Das stellte heute, Donnerstag, die Vorsitzende der Enquete-Kommission ÖVP-Abg. Mag. Gertrude Aubauer fest.

"Bei diesem sensiblen Thema handelt es sich um eine Richtungsentscheidung. Es hat sich dabei auch gezeigt, dass das überwältigende Meinungsspektrum der Vertreter der Zivilgesellschaft -dazu gehörten u.a. Rotes Kreuz, Caritas, der Bundesverband der Alten-und Pflegeheime, die Ärztekammer, Behindertenvertreter, der Dachverband Hospiz Österreich mit 291 Hospiz und Palliativeinrichtungen und über 3.200 ehrenamtlichen Mitarbeiter in allen neun Bundesländern, die Österreichische Palliativgesellschaft, Kinderhospizvertreter, Lebenshilfe, Hilfswerk, Spitalserhalter, Caritas Socialis, renommierte Universitätsprofessoren und Ärzte in Krankenhäusern, Vertreter des Seniorenrats, Pflegeexperten, internationale Ethikexperten, die Krebshilfe u.v.a. - in eine einheitliche Richtung geht", so Aubauer weiter: Es braucht den Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich. Tötung auf Verlangen und Beihilfe zur Selbsttötung werden wie schon bisher abgelehnt, die Instrumente der Selbstbestimmung wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sollen verstärkt werden.

Aubauer verwies darauf, dass bis 2020 mehr als 300 Betten, über 200 mobile Teams und mehrere Tageshospize fehlen. "Das ist Auftrag für unsere Enquete-Kommission, die Anfang März ihre konkreten Empfehlungen präsentieren wird".

Hintergrund: Die am 25. Juni 2014 im Hauptausschuss einstimmig eingesetzte Enquete-Kommission zum Thema "Würde am Ende des Lebens" hat sich am 2. Juli 2014 konstituiert. Zusammengesetzt ist die Enquete-Kommission aus 18 stimmberechtigten Nationalratsabgeordneten aller Parteien nach Mandatsstärke und sechs Bundesräte in beratender Funktion. Mitte September fand die erste Arbeitssitzung statt. Schwerpunkte der anschließenden vier öffentlichen Sitzungen lagen auf den bestmöglichen Rahmenbedingungen, um ein Sterben in Würde in einem Klima des sozialen Zusammenhalts auch nachhaltig zu gewährleisten. Die Kommission wird in ihrer sachlichen und konstruktiven Arbeit inzwischen von mehr als 100 Expertinnen und Experten unterstützt. Insgesamt sind rund 700 schriftliche Stellungnahmen und eine Petition von rund 23.000 Bürgerinnen und Bürgern eingelangt, die auch auf der Parlamentswebsite www.parlament.gv.at einsehbar sind.
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