Muchitsch: "Arbeit ist der beste Schutz vor Armut"

Sozialbericht 2013-2014 zeigt umverteilende und proaktive Wirkung der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik in Österreich

Wien (OTS/SK) - "In Ausbildung und Arbeitsplätze zu investieren, ist das effektivste Mittel, um die Krise in Europa zu bewältigen. Denn Arbeit ist der beste Schutz vor Armut und stärkt den sozialen Zusammenhalt", erklärte SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch, heute, Donnerstag, eingangs im Sozialausschuss des Nationalrats. Im Ausschuss wurde der Sozialbericht 2013-2014 präsentiert. "Österreich zeichnet sich durch eine umverteilende Sozialpolitik und eine proaktive Arbeitsmarktpolitik aus. So wurden allein in den letzten zwei Jahren über eine Milliarde Euro für Aktivierungsmaßnahmen am Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt", fasste Muchitsch zusammen. ****

Laut Muchitsch hat sich die Finanz- und Wirtschaftskrise im Vergleich mit anderen EU-Staaten in Österreich nicht so stark auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Lebensstandard ausgewirkt. "Das verdanken wir den wohlfahrtsstaatlichen Strukturen und den beschäftigungspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung", hält Muchitsch fest. Folglich ist die Sozial- und Arbeitsmarktpolitik in Österreich Vorbild für andere Länder. "Die Ausbildungsgarantie oder das Jugend- und Lehrlingscoaching zur Förderung von Jugendlichen am Arbeitsmarkt werden im Ausland sehr positiv aufgenommen", so Muchitsch.

Wie wichtig der Wohlfahrtsstaat und Sozialausgaben sind, zeigen die aktuellen Daten zur Armutsgefährdung in Österreich. "Ohne die Sozialausgaben wäre der Anteil armutsgefährdeter Personen doppelt so hoch. Klagen über hohe Abgabenquoten, wie sie von neoliberalen Kräften kommen, ignorieren bewusst, dass die darüber finanzierten Sozialausgaben verhindern, dass Haushalte von Armut bedroht werden", argumentiert Muchitsch.

Abschließend merkt Muchitsch zu Debatten über ein höheres gesetzliches Pensionsalter an: "Wichtiger als das sind Maßnahmen, um der Arbeitslosigkeit von Älteren entgegenzuwirken. Angesichts der Hürden, mit denen Personen 50+ am Arbeitsmarkt konfrontiert sind, wenn sie Arbeit suchen, ist die Forderung nach einem höheren Antrittsalter ein Hohn. Gerade die Wirtschaft fordert ständig, das gesetzliche Pensionsantrittsalter zu erhöhen, steht jedoch bei der Einführung eines Bonus-Malus-Systems auf der Dauerbremse." In diesem Zusammenhang lobt der Sozialsprecher auch die "Beschäftigungsoffensive 50+", mittels der 2014-2015 insgesamt 370 Millionen Euro für ältere ArbeitnehmerInnen und Arbeitssuchende zur Verfügung gestellt werden. (Schluss) sc/kg/mp

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