JW: Trotz widriger Rahmenbedingungen - Crowdinvesting am Vormarsch

Das Crowdinvesting-Volumen in Österreich hat sich von 2013 auf 2014 vervierfacht - Klare Rahmenbedingungen warten seit 1 Jahr auf Umsetzung

Wien (OTS/PWK099) - "Österreichs Wirtschaft und Gesellschaft hat die Vorteile des Crowdinvestings längst erkannt. Leider verhindert aber auch hier die angezogene Bürokratiebremse einen schnelleren und größeren Fortschritt dieser alternativen Finanzierungsform", so Herbert Rohrmair-Lewis, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft (JW). Wie wichtig die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen für alternative Finanzierungsformen ist, bestätigen auch die, heute Donnerstag, vom Fachverband der Finanzdienstleister veröffentlichten Zahlen zur Entwicklung des Crowdinvesting, die das Potenzial alternativer Finanzierungsformen für Österreich bestätigen. "Hier zeigt sich bereits, dass es in die richtige Richtung geht. Dennoch muss diese Diskussion in ganz Österreich mehr Beachtung finden", fordert Rohrmair-Lewis.

Deutlich Luft nach oben für weitere realisierbare Projekte

"In Österreich wurden im Jahr 2013 fünf, im Jahr darauf 21 Projekte mittels Crowdinvesting realisiert. Das ist per se zwar eine gute Entwicklung, dennoch gibt es enormen Spielraum nach oben", kommentiert der JW-Bundesvorsitzende. "Mehrmals haben wir bereits darauf aufmerksam gemacht, dass ohne der richtigen Rahmenbedingungen für alternative Finanzierungsformen in Österreich zahlreiche vielversprechende Projekte nicht realisiert werden können, was gleichzeitig bedeutet, dass keine weiteren Arbeitsplätze geschaffen, geschweige denn weitere Investitionen getätigt werden", hält Rohrmair-Lewis zudem fest. "Der Zugang zu Wagniskapital ist gerade für Start-Ups und Jungunternehmen von essentieller Bedeutung. Es ist mittlerweile wertvolle Zeit verstrichen, in der eine bedarfsgerechte Finanzierung für Unternehmen längst hätte umgesetzt werden können. Wie viele Erfolg versprechende Projekte müssen noch an der Bürokratie scheitern, bis etwas passiert?", fragt sich der Bundesvorsitzende.

Die Lösungsvorschläge der Jungen Wirtschaft

Gemeinsam mit Experten hat die JW konkrete Lösungsvorschläge für eine bedarfsgerechte Finanzierung von Jungunternehmen und Start-Ups erarbeitet. Demnach soll die Grenze der kostspieligen Prospektpflicht angehoben werden. Die volle Prospektpflicht liegt derzeit bei 250.000 Euro, EU-Regelungen ermöglichen jedoch einen Rahmen von bis zu 5 Millionen Euro. Darunter soll es je nach Projektvolumen unterschiedliche Informationspflichten geben. Ebenso essentiell ist die Änderung des Bankwesengesetzes. Zudem pocht sie auf einen Business Angel-Freibetrag von 50.000 Euro. (ES)

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