Hrdlicka-Nachlass muss Staatsateliers verlassen

Wien (OTS) - Konflikt um den Nachlass des 2009 verstorbenen Bildhauers und Malers Alfred Hrdlicka: Wie NEWS in seiner neuen Ausgabe berichtet, lagert das riesige Konvolut nach wie vor in drei fusionierten Bildhauer-Ateliers der Republik Österreich im Prater. Allerdings, so das Kunstministerium auf Anfrage, erlöschen diese Mietverträge mit dem Tod des Mieters. Witwe Angelina Siegmeth-Hrdlicka aber wollte laut NEWS-information bisher keinen Vorschlag akzeptieren. Kompetenten Schätzungen zufolge lagern im ehemaligen Hrdlicka-Atelier 40 bis 50 Gemälde, etwa 400 Zeichnungen, Bronzegüsse zum Teil prominenter Werke wie "Orpheus", "Jüngling" und Athleten" und einige monumentale Arbeiten in Stein wie "Gummitod", "Luzifer" und der Entwurf für ein Nicaragua-Denkmal.

"In Anerkennung der künstlerischen Leistungen von Alfred Hrdlicka ist man Frau Siegmeth-Hrdlicka mit einer Fristenstreckung von vier Jahren sehr entgegengekommen", zitiert NEWS das Kunstministerium. "Die derzeitige Situation kann nicht weiterbestehen, da die drei von Siegmeth-Hrdlicka als Lager genutzten Ateliers ihrer eigentlichen Widmung zuzuführen sind. Die Räume sind als Arbeitsateliers für Bildhauer gewidmet und sollen auch wieder einer jüngeren Künstlergeneration zur Verfügung gestellt werden." Das Bundeskanzleramt wäre an einer Lösung dringend interessiert, die Bundesimmobiliengesellschaft habe Hilfe bei der Suche nach geeigneten Lagermöglichkeiten offeriert. Zudem, so ein ungenannt bleiben wollender Kunstexperte, wären die Ateliers feucht. Hrdlicka habe seinerzeit über über sich anbahnende Probleme mit Wasserschäden, Stockflecken oder Schimmelbefall an Leinwänden und Blättern geklagt. Angelina Siegmeth-Hrdlicka wollte sich auf Anfrage erst später äußern.

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