Jungbauern: Pflanzenschutz muss weiter möglich sein

Trotz Neonicotinoid-Verbots dramatisches Bienensterben im Gange

Wien (OTS) - Wien, 12. Februar 2015 (aiz.info). - Mit Sorge verfolgen die heimischen Junglandwirte die aktuellen Entwicklungen im Bereich des Pflanzenschutzes. Mit dem österreichweiten Verbot von Neonicotinoiden sind die Bauern unter Zugzwang geraten, sie mussten dadurch massive Verluste durch Schädlinge auf ihren Feldern hinnehmen. Obwohl die verbotenen Wirkstoffe von den NGOs als Auslöser des Bienensterbens gesehen wurden und die Landwirte einen großen Imageschaden erlitten, geht das Bienensterben trotz Verbots weiter. "Wo ist jetzt der Aufschrei der sogenannten Umweltschützer? Die Varroamilbe, Viren und die Witterung setzen den Insekten extrem zu. Wer hilft jetzt den Imkern?", fragt der Bundesobmann der Österreichischen Jungbauernschaft - Bauernbund Jugend, Stefan Kast.

Bienensterben: Varroamilbe, Viren und Witterung als Auslöser

Der Jungbauern-Chef hält fest: "Zur Zeit, als das Verbot von Neonicotinoiden in Kraft getreten ist, wurden einige Landwirte verunglimpft und als Giftspritzer beschimpft, Agrarpolitiker wurden als Bienenmörder bezeichnet. Jetzt sind die wahren Ursachen des Bienensterbens ans Tageslicht getreten. Die Konsequenzen müssen aber die Landwirte tragen - die vom Drahtwurm durchlöcherten Erdäpfel sind nur eines von vielen Beispielen. Verlieren unsere Betriebe durch weitere Einschränkungen im Bereich Pflanzenschutz noch mehr an Wettbewerbsfähigkeit, dann wird das den Bauern in Zukunft noch größere Einkommenseinbußen durch Schädlingsbefall bringen. Wollen wir das wirklich?", zeigt Kast die Konsequenzen auf.

Jungbauern-Appell: Sachgemäßer Pflanzenschutz muss weiter möglich sein

Im Namen von 45.000 jungen Bäuerinnen und Bauern fordert Kast die Entscheidungsträger auf: "Ein ordnungs- und sachgemäßer Pflanzenschutz muss auch in Zukunft möglich sein. Die jungen Landwirte sind so gut ausgebildet wie nie zuvor. Sie kennen den richtigen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln und bringen nur so viel aus als nötig, denn alles andere verursacht hohe Kosten." Der Obmann fordert auch verstärkte Unterstützung für die Imker: "Mit Kursen, Seminaren und fachspezifischer Weiterbildung muss die Bekämpfung der Varroamilbe unterstützt und somit auch das Bienensterben eingedämmt werden."
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E-Mail: d.suess@bauernbund.at, www.jungbauern.at

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