Kadenbach: Zugang zu hochwertigen Arzneimitteln in der EU sicherstellen

SPÖ-Europaabgeordnete verlangt insbesondere bei Hepatitis-C-Behandlung menschenwürdige Lösungen - "Preisobergrenzen im Pharmabereich andenken"

Wien (OTS/SK) - Gestern Abend hat sich das Europäische Parlament in Straßburg mit dem Zugang zu Arzneimitteln in der Europäischen Union auseinandergesetzt. "Es geht dabei nicht nur, aber vor allem um die Behandlung von Hepatitis C. Neue Medikamente können die Krankheit innerhalb von zwölf Wochen bei 90 Prozent der PatientInnen vollständig heilen. Doch die Kosten von 41.000 bis 120.000 Euro pro Behandlung sind für die Gesundheitssysteme nicht finanzierbar. Dem gegenüber stehen die bisherigen Methoden, die sechs bis 18 Monate dauern, schwere Nebenwirkungen und auch hohen volkswirtschaftlichen Schaden etwa durch Arbeitsplatzausfall und -verluste verursachen", erläutert SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

In Österreich sind derzeit rund 30.000 Menschen betroffen, 90.000 Tote ließen sich in Europa durch den Einsatz der modernen, aber teuren Arzneimittel verhindern. "Hier handelt es sich um eine elementare Menschenrechtsfrage in Europa. Wir müssen insbesondere Obergrenzen bei der Preisgestaltung von Medikamenten andenken. Außerdem benötigen wir im Pharmabereich mehr Transparenz. Solch hohe Kosten für eine Behandlung sollten nicht möglich sein, besonders, wenn öffentliche Gelder bei der Entwicklung genutzt wurden. Ziel muss sein, den Zugang zu hochwertiger medizinischer Versorgung für alle Patientinnen und Patienten sicherzustellen", so Kadenbach. (Schluss) bj

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