"Weltjournal" und "WELTjournal +": "Wie Chinesen Urlaub machen" und "Chinas Tibet - Erlebniswelt Diktatur"

Am 11. Februar ab 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Das in HD produzierte ORF-Auslandsmagazin "Weltjournal" - präsentiert von Claudia Neuhauser -zeigt in der Reportage "Wie Chinesen Urlaub machen" am Mittwoch, dem 11. Februar 2015, um 22.30 Uhr in ORF 2, wie ein Milliardenvolk auf Urlaub geht: in großem Stil. Der Wohlstand der neuen Mittelschicht will schließlich auch genossen werden. Um 23.05 Uhr folgt die Dokumentation "Chinas Tibet -Erlebniswelt Diktatur".

Weltjournal: "Wie Chinesen Urlaub machen"

Nur vier Autostunden von Peking ist es entfernt, Chongli, das sogenannte Davos des Fernen Ostens, ein modernes Skigebiet unweit der Wüste Gobi. Hier entsteht das alpine Tourismuszentrum Chinas. Hotelburgen und Wohnungen werden aus dem Boden gestampft, das ganze Tal soll in einen gigantischen Wellness- und Skizirkus verwandelt werden. Hunderttausend Gäste pro Jahr zählt man bereits jetzt, bald soll es eine Million sein.

Der sprunghaft angewachsene Wohlstand der vergangenen Jahrzehnte hat viele Chinesen zu begeisterten Touristen gemacht, die gerne ins Ausland reisen. Wer ihnen auch im eigenen Land internationalen Standard bieten kann, schöpft aus einem enormen Potenzial. Genau darauf baut man auch viereinhalb Flugstunden südlich von Peking, auf der Tropeninsel Hainan. Überfüllte Strände und dichtes Programm stören die chinesischen Reisenden nicht, beim Essen und beim anschließenden Karaoke darf es gerne laut und chaotisch zugehen.

In Hongkong, der mit 35 Millionen Besuchern pro Jahr wichtigsten Destination chinesischer Touristen außerhalb der Heimat, erfährt ORF-Korrespondent Jörg Winter, dass das Image der Festlandchinesen nicht besonders gut ist: Rüpelhaftigkeit und mangelnde Bildung werden ihnen attestiert, außerdem verdürben sie die Preise.

WELTjournal +: "Chinas Tibet - Erlebniswelt Diktatur"

Das "Dach der Welt" wird immer mehr zu einer Urlaubsregion: Laut offiziellen chinesischen Angaben kommen jährlich bereits mehr als 15 Millionen Touristen nach Tibet, wodurch Einnahmen von mehr als 280 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Doch der Regierung in Peking geht es gar nicht so sehr darum, die Heimat des Dalai-Lama einfach nur für Reisende zu öffnen. Vielmehr wird systematisch daran gearbeitet, die Traditionen der Tibeter auf eine Postkartenidylle zu reduzieren. Dafür wird die historische Altstadt von Lhasa zu einer Shoppingmeile mit Luxushotels umgebaut und man verbannt die ursprünglichen Bewohner an die Peripherie.

Außerdem setzt China auf eine moderne Form der Kolonisierung: Jedes Jahr kommen Zigtausende Arbeiter aus anderen Regionen des Landes nach Tibet. Sie werden mit modernen Wohnungen und guter Bezahlung angelockt, um sich hier niederzulassen. So nimmt der Anteil der Einheimischen an der Gesamtbevölkerung immer mehr ab. Das "WELTjournal +" zeigt eine Reportage, die nur dadurch zustande kam, dass sich französische Journalisten als Touristen getarnt haben.

Beide Sendungen sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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