Abhängigkeit von Stromimporten weiter gestiegen

Jede achte Kilowattstunde Strom wurde 2014 bereits importiert

Wien (OTS) - Die Abhängigkeit Österreichs von Stromimporten hat 2014 erneut weiter zugenommen. "Im Schnitt stammte im vergangenen Jahr bereits jede achte Kilowattstunde Strom, die bei uns verbraucht wurde, aus dem Ausland", erklärte Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung der heimischen E-Wirtschaft. Österreichs Abhängigkeit von Stromimporten ist damit erwartungsgemäß erneut stark gestiegen.

Die Nettostromimporte stiegen laut vorläufigen Zahlen von 7,27 Milliarden Kilowattstunden auf 9,3 Milliarden Kilowattstunden, das sind knapp 14 Prozent des im Inland verwendeten Stroms. Bezogen auf die Stromabgabe an Endverbraucher betrugen die Importe bereits 15,4 Prozent. Im Jahr 2012 lagen die Nettoimporte noch bei 2,8 Milliarden Kilowattstunden.

Die in Österreich erzeugte Strommenge ging 2014 um vier Prozent auf 64,9 Milliarden Kilowattstunden zurück. Grund dafür ist vor allem der Preisverfall an den Strombörsen, der die Stromproduktion in den inländischen thermischen Kraftwerken unrentabel macht. Schmidt:
"Österreich wird damit immer abhängiger von Stromlieferungen aus dem Ausland. Das gefährdet den Kraftwerksstandort Österreich und langfristig die Versorgungssicherheit."

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