Heinisch-Hosek: Geschlechterspezifische Gewalt ist ein Kernproblem unserer Gesellschaft

Heinisch-Hosek anlässlich der Kampagne "One Billion Rising": Bewusstseinsbildung, Prävention und Opferschutzgesetze sind wesentlich um Frauen vor Gewalt zu schützen

Wien (OTS/SK) - Bei einer Pressekonferenz im Presseclub Concordia ist heute, Montag, die Aktion "'Drum! Dance! Rise! Revolution!" vorgestellt worden, die im Rahmen der Kampagne gegen Gewalt an Mädchen und Frauen "One Billion Rising" am 14. Februar durchgeführt wird. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek betonte zu diesem Anlass, dass geschlechterspezifische Gewalt immer noch ein Kernproblem unserer Gesellschaft ist. Weltweit ist jede dritte, in Österreich jede fünfte Frau von Gewalt betroffen. "Es ist eines der wichtigsten Anliegen einer Frauenministerin, dass Gewalt gegen Mädchen und Frauen zurückgedrängt wird", sagte Heinisch-Hosek. ****

Um dies zu erreichen, bedarf es Maßnahmen zu Bewusstseinsbildung, Gewaltprävention und Opferschutz. Die Opferschutzgesetzgebung sei in Österreich schon sehr weit fortgeschritten, betonte die Frauenministerin. "Trotzdem müssen wir uns immer wieder fragen, wo wir stehen und wo wir uns noch weiter positiv entwickeln können." Auch bei der Strafrechtsreform 2015 sollen Gesetze zum Schutz von Frauen vor Gewalt berücksichtigt werden. "Das fängt zum Beispiel schon bei unerwünschten Berührungen, dem 'Pograbschen' an, das endlich als Straftatbestand Eingang finden muss", so Heinisch-Hosek.

Letztes Jahr wurde der im Regierungsprogramm verankerte Nationale Aktionsplan zum Schutz von Frauen vor Gewalt für die Jahre 2014 bis 2016 beschlossen. "Er umfasst 64 konkrete Maßnahmen, um die Situation von Frauen zu verbessern. Gewaltschutzeinrichtungen werden bekannter gemacht, Präventionsmaßnahmen werden ausgebaut und der Opferschutz gestärkt", so Heinisch-Hosek. Auch die Sensibilisierungskampagne "GewaltFREI leben", im Rahmen derer laufend Seminare und Workshops durchgeführt werden, soll Aufklärung leisten und zur Gewaltprävention beitragen.

Der Titel der weltweiten Kampagne "One Billion Rising" spielt auf die eine Milliarde Frauen an, die laut Schätzungen jährlich Opfer von Gewalt werden. Bei den jährlich am 14. Februar stattfindenden Aktionen steht gemeinsames Tanzen als Ausdruck der körperlichen Würde und Selbstbestimmung im Mittelpunkt. Heuer werden an verschiedenen Orten in Österreich, unter anderem vor dem Parlament, Kundgebungen stattfinden. (Schluss) ve/sc

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0001