"Lily - Geschichte einer Bärin" am 10. Februar in "Universum"

Wie eine Schwarzbärin zur Berühmtheit im World Wide Web wurde

Wien (OTS) - Schwarzbären sind scheue Zeitgenossen. Aber der Wissenschafter Lynn Rogers hat in den Wäldern von Minnesota in den USA den idealen Ort gefunden, um sich den eindrucksvollen Riesen in freier Wildbahn zu nähern. Zu den Bären, die Lynn Rogers untersucht, zählt auch Lily, die wohl bekannteste ihrer Art weltweit. Wie Lily zu einer Berühmtheit im World Wide Web geworden ist und warum Jäger gleichzeitig ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt haben, zeigt die in HD produzierte "Universum"-Dokumentation "Lily - Geschichte einer Bärin" von Jo Scofield (deutsche Bearbeitung: Margarita Pribyl) am Dienstag, dem 10. Februar 2015, um 20.15 Uhr in ORF 2.

Amerikanische Schwarzbären sind die am weitesten verbreitete Bärenart der Welt. Normalerweise leben sie sehr zurückgezogen, dementsprechend schwierig ist es, sie in freier Wildbahn zu beobachten. Das weiß auch Lynn Rogers, einer der bekanntesten Schwarzbären-Forscher überhaupt. Der 75-jährige studierte Biologe versucht seit mehr als 40 Jahren, das Verhalten der Schwarzbären Nordamerikas zu erforschen. Um den wildlebenden Raubtieren näher zu kommen, hat er eine eigene Arbeitsmethode entwickelt. Sein Forschungsgegenstand sind die Schwarzbären, die in unmittelbarer Umgebung zur Kleinstadt Ely in Minnesota leben. Der Lebensraum dieser Bären befindet sich extrem nah am Lebensraum der Menschen. Seit den 1960er Jahren werden die freilebenden Bären von Menschenhand gefüttert. Ohne Scheu streifen sie durch die Gärten, um sich das von den hier ansässigen Menschen gebotene Futter zu holen.

Wissenschafter Lynn Rogers macht sich diese außergewöhnliche Situation für seine Forschungen zunutze. Er arbeitet mit genau diesen Bären. Er siedelt sich in ihrem Revier an, begleitet sie über Tage hinweg, spricht zu ihnen, füttert sie und schafft es tatsächlich, Vertrauen zu ihnen herzustellen. In weiterer Folge statten er und eine Kollegin, die Biologin Sue Mansfield, die Bären mit Funkhalsbändern aus. So können sie ihre Wege nachvollziehen. Eines der ersten Tiere im Forschungsprogramm ist eine Schwarzbärin, der die beiden den Namen June geben. Sie bringt 2007 die kleine Lily zur Welt. Täglich filmen die beiden Wissenschafter Lilys Abenteuer und stellen das Filmmaterial auf eine Homepage im Internet. Drei Jahre später bekommt Lily ein Junges - die kleine Bärin Hope. Lynn Rogers hat eine Kamera in der Bärenhöhle installiert, die Geburt von Hope ist live im Internet zu sehen - somit wird Lily berühmt. Die Bärin und ihr Junges faszinieren die Internetgemeinde und bald haben sie mehr als 170.000 Follower auf Facebook.

Doch es gibt auch die andere Seite der Medaille. Zwar hat Lily Zehntausende Fans im Netz - andererseits will aber so mancher Jäger ihren Tod. Jahr für Jahr werden die Schwarzbären rund um die Stadt Ely für mehrere Wochen zum Abschuss freigegeben, um die Population zu regulieren. Es ist eine schwierige Situation für Lynn Rogers, Sue Mansfield und das gesamte Forschungsprojekt. Denn auch wenn die Wissenschafter darum ersuchen, zumindest jene Bären nicht abzuschießen, die mit Funkhalsband ausgestattet sind, so ist das Vorgehen der Jäger rechtlich vollends gedeckt. Und so werden auch Bären mit Halsband abgeschossen.

Die BBC-Produktion erzählt von einer zur Berühmtheit gewordenen Schwarzbärin, auf die schlussendlich sogar ein Kopfgeld ausgesetzt wird. Die Dokumentation rekonstruiert die Bärenjagd in Minnesota im Jahr 2013 und zeigt, wie Lynn Rogers und sein Team alles daran setzen, damit die Bären die sechs Wochen andauernde Jagdsaison möglichst unbeschadet überstehen.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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