Landtagsabgeordneter Dr. Machacek gratuliert Landtagsabgeordneten Erber

Auch die ÖVP hat die Wichtigkeit der 24-Stunden-Pflege erkannt

St. Pölten (OTS) - Seit vielen Jahren beschäftigt sich Landtagsabgeordneter Dr. Herbert Machacek, nicht zuletzt als langjähriger Heimarzt, mit der Problematik der Pflegebedürftigen in NÖ und weist immer wieder auf deren Situation hin. Zuletzt hat Dr. Machacek in einer Presseaussendung am 16. Dezember 2014 angeprangert, dass die "Zwei-Klassen-Pflege" härter ist als die "Zwei-Klassen-Medizin". Er stellte fest, dass sich nur besser gestellte Pflegebedürftige die 24-Stunden-Betreuung leisten können, obwohl die private 24-Stunden-Betreuung für den Steuerzahler wesentlich günstiger kommt als ein Aufenthalt in einem Pflegeheim. "Bei der Pflege ist das Zwei-Klassen-System noch wesentlich stärker ausgeprägt als bei der medizinischen Behandlung" so Dr. Machacek. Für sozial schwächere Menschen mit höherer Pflegebedürftigkeit bleibt nur die Möglichkeit einer Heimunterbringung. Dafür sind aber de facto alle Einkünfte und Vermögenswerte einzubringen und wird gegebenenfalls ein Ersatz der Kosten von den Erben eingefordert. Für wirtschaftlich schwächere Pflegebedürftige und deren Familien gibt es daher eigentlich im Ergebnis eine Erbschaftssteuer. Das kommt fast einem Regress gleich.

"Es kann nicht sein, dass die Betreuung zu Hause nur den besser Gestellten offen steht, während die Pflegebedürftigen mit einer geringen Pension in’s Pflegeheim gehen müssen" führte Dr. Machacek aus. Da die 24-Stunden-Betreuung für den Steuerzahler wesentlich günstiger kommt als der Aufenthalt in einem Pflegeheim und sich die meisten älteren Menschen eine Betreuung zu Hause wünschen, forderte Dr. Machacek, dass die Betreuung in den eigenen vier Wänden so gefördert wird, dass es eine echte Wahlfreiheit für alle Betroffenen gibt.

In einer Anfrage an Landesrätin Mag. Schwarz vom 6. Jänner heurigen Jahres hat Dr. Machacek ebenfalls auf diese Problematik hingewiesen. Ferner hat er darauf aufmerksam gemacht, dass die 24-Stunden-Betreuung von einem Schwarzmarkt zu einem extrem unübersichtlichen Wirtschaftszweig geworden ist. Die Betreuerinnen haben zwar eine einschlägige Qualifikation aufzuweisen, doch sind diese Qualifikationen in der Praxis oft sehr fragwürdig und werden kaum überprüft.

Noch viel eklatanter ist der Wildwuchs der Vermittlungsagenturen. Selbst das Land Niederösterreich weist auf ihrer Homepage darauf hin, dass die Agenturen, die 24-Stunden-Betreuung anbieten oder vermitteln, keine behördliche Qualitätskontrolle haben.

Heute hat auch Landtagsabgeordneter Anton Erber festgestellt, dass sich 85 Prozent der Menschen in NÖ wünschen, daheim gepflegt zu werden. "Das Verhältnis der Kosten zwischen Betreuung zuhause oder im Pflegeheim liegt für die öffentliche Hand bei eins zu sieben", führte der ÖVP-Abgeordnete Anton Erber aus.

"Ich gratuliere daher meinem Kollegen Anton Erber, dass auch die ÖVP die Wichtigkeit der 24-Stunden-Pflege erkannt hat" sagte heute Landtagsabgeordneter Dr. Machacek. "Es ist nicht entscheidend, welche Partei sich für die Pflegebedürftigen in NÖ einsetzt, wichtig ist aber, dass wir uns rasch und ehrlich für diese Menschen einsetzen!", so Dr. Machacek.

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