Kinderhospiztag 2015 - Parlamentarische Enquete-Kommission nimmt Anliegen auf

Parlamentarische Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“ befürwortet flächendeckenden Ausbau von Hospiz- und Palliativangeboten für schwerkranke Kinder und Jugendliche.

Wien (OTS) - In den öffentlichen Anhörungen der parlamentarischen Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" (November 2014 - Jänner 2015) wurde der Hospiz- und Palliativversorgung breiter Raum gegeben. Es herrschte Einigkeit, dass die noch bestehenden Lücken -insbesondere bei den betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien - geschlossen werden müssen.

Dr.in Martina Kronberger-Vollnhofer, Kinderhospizbeauftragte des Dachverbandes Hospiz Österreich und Leiterin des Mobilen Kinderhospiz MOMO, zeigte in den Anhörungen den Bedarf an Hospiz- und Palliativeinrichtungen für Kinder und Jugendliche mit lebensbedrohlichen und lebensverkürzenden Krankheiten und Möglichkeiten zum Ausbau dieser auf (vgl. Anhang).

Österreich verfügt über ein akkordiertes Konzept zur Hospiz- und Palliativversorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. "Damit sind wir im internationalen Vergleich in einer Vorreiterrolle. Die Umsetzung steht österreichweit aber erst in den Anfängen", so Mag.a Claudia Nemeth, Projektleiterin im Dachverband Hospiz Österreich.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass in ganz Österreich ca. 1.000 schwerkranke Kinder und ihre Familien Unterstützung durch spezialisierte Hospiz- und Palliativangebote benötigen. Diese Angebote müssen flächendeckend aufgebaut werden, wobei die Planung durchaus bundesländerübergreifend erfolgen kann bzw. muss. Ein Hemmschuh für den Aufbau eines flächendeckenden Angebots ist das Fehlen einer Regelfinanzierung. Derzeit werden lediglich in zwei Bundesländern mobile Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene öffentlich finanziert, in den anderen Bundesländern sind entweder noch gar keine Angebote vorhanden, oder sie werden über Spenden finanziert. Waltraud Klasnic, Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich: "Eine rasche und verbindliche Klärung der Finanzierung ist notwendig, damit für die betroffenen Kinder, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und ihre Familien die bestehende Versorgung gesichert und der bedarfsgerechte Ausbau ermöglicht wird."

Zu Status quo bestehender Einrichtungen und Bedarf siehe Anhang.

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Mag.a Anna H. Pissarek
Dachverband Hospiz Österreich
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