Neues Volksblatt: "268.679" von Markus EBERT

Ausgabe vom 7. Februar 2015

Linz (OTS) - 268.679: Mit so vielen Wählerstimmen hat die Partei von Frank Stronach im September 2013 den Sprung in das Parlament geschafft.
Die Frage, die sich eineinhalb Jahre später mehr denn je aufdrängt, ist freilich: Waren diese 268.679 Vorschusslorbeeren berechtigt? Nimmt man Aussagen von gestern her, dann gibt es nur eine Antwort:
Nein.
"Das Team Stronach hat die Intensivstation verlassen", sagt selbst der neue zweite starke Mann hinter dem Parteigründer, der Arzt Wolfgang Auer. Als Mediziner weiß er: Wer auf der Intensivstation liegt, ist handlungsunfähig. Was für ein trauriger Befund für eine Partei, die eigentlich den Interessen ihrer Wähler verpflichtet sein sollte und nicht der eigenen Nabelschau.
Oder, wie sagte die neue Klubchefin Waltraud Dietrich: Man komme "schön langsam in ruhigere Gewässer", nun könne man sich wieder dem Ziel widmen, das System in Österreich zu verändern. Anders ausgedrückt: Seit der Wahl spielte man so etwas wie "Meuterei auf der Bounty", aber jetzt ist Land in Sicht.
Freilich: Ob dieses Land ausgerechnet auf Missionare vom Schlag eines Frank Stronach oder anderer Neo-Parteigründer wartet, darf stark angezweifelt werden. Denn deren Heilsbotschaften, das hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt, halten in der politischen Realität nicht, was sie versprechen. 268.679 Wähler wissen das jetzt.

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