Khol: Hundstorfer soll nicht mit Bonus-Malus vom fehlendem Frühpensionsmonitoring ablenken!

Teilpension, Aufschubpension und Monitoring sollten schon längst umgesetzt sein - Bonus-Malus ist erst 2016/2017 geplant

Wien (OTS) - 6\. Februar 2015 -Im Zusammenhang mit dem vom Rechnungshof veröffentlichen Bericht über die häufigen vorzeitigen Ruhestandsversetzungen im öffentlichen Dienst hält Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes und amtierender Präsident des Österreichischen Seniorenrates heute fest:

"Der Rechnungshof hat die Zeiträume vor 2014 untersucht, in diesen sind viele Reformen in Kraft getreten, die auch für die Beamten gelten, wie z.B. die Verschärfung der sog. Hacklerregelung.
Im ASVG-Bereich sind die Auswirkungen bekannt, so sind vom Jänner bis September 2014 im Vergleich des Zeitraumes des Vorjahres insgesamt 2.449 oder 13,3 Prozent weniger Antritte bei Invaliditäts-Pensionen. Und 4.954 oder 24,8 (!) Prozent weniger Antritte bei der so genannten "Hackler"-Pension. Bei allen Alterspensionen zusammen beträgt das Minus 1.274 Personen oder minus 2,4 Prozent. Das belegt klar, dass die mit 1.1.2014 in Kraft getretenen Reformen ihre erste Wirkung zeigen.

Im Beamtenbereich sind hingegen die Auswirkungen der Reformen völlig unklar. BM Hundstorfer sollte schon seit Juli 2014 ein Frühpensionsmonitoring für Beamte eingerichtet haben, was aber nicht erfolgt ist".

Khol weiter: "Der Sozialminister soll nicht so tun, dass seine fehlende Umsetzung von den Wirtschaftskammer-Wahlen abhängt. Bonus-Pension für Arbeitnehmer, Teilpension und echtes Frühpensionsmonitoring inkl. Beamtenzahlen sollten schon längst in Kraft sein".

Zum Bonus-Malus System für Arbeitgeber, die Ältere beschäftigen oder nicht, hält Khol abschließend fest: " Der Bonus ist erst ab 2016 und der Malus erst ab 2017 vorgesehen. Hier ist die Front zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in der Berechnungsmethode verfahren, diesen Konflikt hat der Sozialminister zu lösen".

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